Ein Gutes Neues Jahr...

31. Dezember 2012

Ein super Bericht beschreibt mein Jahr und meine Zukunft ausgezeichnet...

Bericht der Tageswoche

Und übrigens...gestern belegte ich beim Radquer in Beromünster den sehr guten 2. Rang hinter der dominierenden Schweizermeisterin Jasmin Achermann.

Radquer Rennen in Dagmersellen vom 26. Dezember 2012

27. Dezember 2013

Gestern startete ich zum traditionellen Radquer Rennen in Dagmersellen. Seit dem Trainerwechsel bestritt ich keine Rennen mehr, sondern konzentrierte mich auf die neuen Trainingsmethoden. Das Training gestaltet sich sehr abwechslungsreich und interessant. Und ich glaube auch, dass gewisse neue Inputs bereits positive Auswirkungen zeigen, doch ganz sicher war ich mir nicht, in was für einer Konstelation ich mich nun an den Start stelle.
Zu meinem Vorteil war die Konkurrenz nicht allzu gross. Die richtig schnellen Fahrerinnen waren am Weltcup in Belgien und trotzdem finden den Weg zum internationalen Radquer in Dagmersellen auch immer ausländische Fahrerinnen, die ich nicht einschätzen konnte.
Ich startete schnell und zog das hohe Tempo durch bis zum höchsten Punkt. Ich konnte mich bereits etwas absetzen, doch bei der ersten Hürde unterlief mir ein Konzentrationsfehler und ich strauchelte. Mein Vorsprung schmolz um ein paar Sekunden, doch es konnte keine Fahrerin zu mir aufschliessen. Ich drehte einsam meine Runden und konnte die Führung immer weiter ausbauen. Dem Sieg stand nichts mehr im Wege und so überquerte ich nach 42 Minuten mit über 2 Minuten Vorsprung als erste die Ziellinie. Zum dritten mal durfte ich nun in Dagmersellen gewinnen. Die Strecke mit dem längeren Aufstieg liegt mir!
Bereits am Sonntag steht das nächste Rennen auf dem Programm. Ich starte in Beromünster und werde dort bestimmt auf grössere und stärkere Konkurrenz treffen.
© Markus Bless

Pressemitteilung

12. Dezember 2012

Mit zwei einschneidenden Veränderungen in die Saison 2013

Nach dem Schnuppern an den Olympischen Spielen in Athen 2004 und dem überzeugenden Auftritt in London 2012 ist es nun das Ziel in 4 Jahren in Rio de Janeiro im Kampf um die Medaillen mitmischen zu können.
Um dieses grosse Ziel zu erreichen wird sich Katrin Leumann ab Mitte Januar 2013 vollumfänglich der sportlichen Karriere widmen. „Ich werde meinen Beruf als Kindergärtnerin für eine Weile an den Nagel hängen“, sagt Katrin Leumann, „ich hatte 4 ½ unvergessliche, bereichernde und schöne Jahre im Kindergarten Glögglihof in Riehen, doch die Belastung wurde im sportlichen wie auch im beruflichen Alltag immer grösser und ich konnte meinen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden.“
Es war ein schwieriger Entscheid, sich von der finanziellen Absicherung zu lösen, doch Katrin Leumann merkt, dass sportlich gesehen noch mehr in ihr steckt und dieses Können möchte sie nun entfalten.

Damit dieser Schritt nun auch professionalisiert werden kann, trennte sie sich von ihrem Entdecker und langjährigen Trainer Andi Seeli. „Ihm habe ich sehr viel zu verdanken. Meine ganze Karriere hat er entscheidend beeinflusst und ich durfte viele grosse Erfolge feiern“, meint Katrin Leumann.
Zusammen suchten sie nach einer geeigneten Lösung, denn auch Andi Seeli fühlte sich nicht mehr in der Lage Katrin Leumann auf diesem hohen Niveau weiterzubringen.
Mit Nicolas Siegenthaler fanden sie einen ausgezeichneten Nachfolger. Nicolas Siegenthaler hat eine enorme Erfahrung und brachte schon einige Athleten an die Weltspitze. Er ist auch der Trainer von Mountainbike Weltmeister und Olympia Silbermedaillen-Gewinner Nino Schurter. „Ich bin sehr froh, konnte ich zu Nicolas Siegenthaler wechseln. Ich verspreche mir enorm viel vom neuen Training und den neuen Reizen auch wenn es nicht von heute auf morgen Wirkung zeigen wird, aber ich bin überzeugt, dass es der richtige Weg ist“, so Leumann.
Nicolas Siegenthaler ist ebenfalls bekannt für sein ausgeprägtes Krafttraining. Dies hat Katrin Leumann in den letzten Jahren gänzlich vernachlässigt. Da darf man gespannt sein, welche positiven Auswirkungen dies nun mit sich bringt.

Nicht ganz alles ist jedoch neu in der Saison 2013. Altbewährtes ändert man nicht und so fährt Katrin Leumann auch im 2013 im Ghost Factory Racing Team. „Ich kann mir kein besseres Team vorstellen. Ich bin stolz, darf ich ein weiteres Jahr in den Farben des Deutschen Profiteams unterwegs sein,“ schwärmt Katrin Leumann.

Radquer in Frenkendorf vom 11. November 2012

11. November 2012

Heute stand das nächste Rennen auf dem Programm. So zu sagen das Heim-Radquer Rennen für Leumann. Frenkendorf liegt nur 20 Autominuten entfernt von Leumanns Wohnort Riehen und war sogar als internationales Rennen ausgeschrieben. Somit war auch die Konkurrenz etwas grösser und stärker als noch vor einer Woche. Leumann, noch ohne Punkte, musste ganz zu hinderst einstehen und kam am Start nicht wirklich gut weg. „Ich hatte kalte Beine, sie wollten noch nicht so dynamisch drehen und ich tat mich schwer mit dem schnellen Start“, meinte Leumann dazu. Doch von Runde zu Runde konnte sich Leumann im tiefen Morast von Frenkendorf nach vorne arbeiten. Die regenreichen vergangenen Tage verwandelten die Strecke in eine richtige Schlammspur. „ Es machte mir aber richtig Spass, ich hatte guten Halt auf dem Velo und konnte erneut technisch sauber fahren“, sagte Leumann. Mit dieser Euphorie schlängelte sie sich bis auf den 4. Zwischenrang nach vorne und wollte den letzten Podestplatz noch in angriff nehmen. Doch plötzlich konnten zwei Fahrerinnen von hinten wieder aufschliessen und überholten Leumann noch in der letzten Runde. So belegte sie, kaum mehr zu erkennen vor lauter Dreck, das Rennen auf dem 6. Rang.
Mit ein paar Wochen mehr Training dürfte vielleicht auch der ein oder andere Podestplatz in dieser Saison noch im Bereich es Möglichen liegen...

Radquer in Hittnau vom 4. November 2012

8. November 2012

Roter Kopf, blaue Flecken, saure Beine und eine brennende Lunge, das war mein Einstieg in die Radquersaison in Hittnau.
Bei erstaunlich gutem Wetter und trockenen Verhältnissen startete ich zum ersten Radquerrennen. Die Juniorinnen hatten eine Minute Vorsprung, was mir später zum Verhängnis wurde...
Das Elite Feld war ziemlich klein, da am selben Wochenende in England die EM stattfand. Ich setzte mich schon kurz nach dem Start mit einer Französin ab. Es stellte sich heraus, dass sie technisch nicht ganz so gut war wie ich, doch ziemlich mehr Power in den Beinen hatte. Sie nütze den kleinen Anstieg nach der ersten Runde um mich zu attackieren. Weil ich dachte, dass der Aufstieg kürzer sei, so wie in der ersten Runde, liess ich sie ziehen und rechnete damit, dass ich sie nach den technischen Kurven wieder einholen würde...doch die Strecke wurde eben geändert und so konnte ich die Französin nicht mehr einholen. Ich fuhr ein einsames Rennen, immer daran Zeit auf die Juniorinnen gut zu machen, doch in den ersten Runden konnte ich nicht aufholen. Erst in der letzten Runde, als ich so richtig warm war, purzelten die Sekunden und auf der Zielgeraden hatte ich eine Juniorin vor mir, doch es reichte nicht mehr sie einzuholen und so belegte ich den undankbaren 4. Rang.
Für den Anfang war es ganz o.k. aber bis ins neue Jahr möchte ich dann schon noch etwas schneller werden!
Am Sonntag, 11. November bietet sich mir in Frenkendorf die nächste Gelegenheit. Sozusagen mein Radquer-Heimrennen...hier wird dann das Feld wieder grösser und stärker sein, da die internationalen Fahrerinnen auch wieder am Start stehen werden.

MTB Duathlon in Aeschi vom 21. Oktober 2012

22. Oktober 2012

Der bekannte MTB Duathlon in Aeschi bildet für Jolanda Tschanz, Zweisimmen, und die MTB Olympionikin Katrin Leumann, Riehen, traditionsgemäss den Abschluss einer langen Saison.
Bereits zum 5. Mal stand das Duo am Start. 3 Mal konnten sie das Rennen gewinnen, das letzte mal im 2011 als sie am Start standen, mussten sie eine Niederlage einstecken und belegten den 2. Rang. Somit stand eine Revanche an, denn Jolanda Tschanz und Katrin Leumann wollten unbedingt wieder zurück zuoberst aufs Podest. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Jungen sind auf so einer kurzen Strecke sehr spritzig und schnell.
Jolanda Tschanz übernahm den Läuferpart. Eigentlich würde sie auf dem Bike auch eine gute Figur machen. Sie belegte am Mountainbike Rennen in Grandvillard kürzlich den ausgezeichneten 2. Rang, doch jemand musste ja laufen. Darum bestand ihr Ziel darin nicht zu viel Zeit auf die Leichtathletinnen der anderen Frauenteams zu verlieren. Auf ihren ersten 2.5km kam Jolanda Tschanz jedoch noch nicht so richtig auf Touren und sie übergab mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf die Spitze an die Mountainbikerin Katrin Leumann.
Auf der kommenden 10.5km langen Bikestrecke ging es nun darum die Spitze zu ergattern und einen möglichst komfortablen Vorsprung herauszufahren. Katrin Leumann versucht möglichst schnell die Führung zu übernehmen. „Ich gab absolut alles und konnte dann kurz vor dem höchsten Punkt die vorderste Dame überholen. Ich musste dann aber etwas für das hohe Anfangstempo büssen, konnte aber trotzdem den Vorsprung kontinuierlich ausbauen“, meinte Leumann zu ihrem Rennen. In der Abfahrt geschah ihr dann noch ein Missgeschick, ihr spickte es in einer holprigen Passage die Kette aus dem Ritzel und verklemmte sich so, dass sie absteigen musste um die Kette wieder richten zu können. „ Ich hatte Glück, dass ich es genug früh bemerkte und ich das Wirrwarr noch beheben konnte“.
In Führung liegend kämpfte sich Katrin Leumann den letzten Aufstieg hoch und übergab dann nochmals an Jolanda Tschanz. Sie hatte nochmals 2.5km Laufen vor sich. Etwas über eine Minute später übergab jedoch bereits die zweite Bikerin an ihre Läuferin und man wusste, dass es ein sehr knappes Finish geben würde.
Auf der zweiten Laufstrecke wuchs aber Jolanda Tschanz über sich hinaus und zeigte eine hervorragende Leistung. Sie brachte die Führung mit viel Biss und Kampfgeist ins Ziel und erzielte für das Team Sputnik Bike-und Sportshop den 4. Sieg bei der 5. Teilnahme.

Freeride-Saison

9. Oktober 2012

Seit dem letzten Ernstkampf bei dem es noch um Rangierungen und Punkte ging, ist schon eine ganze Weile vergangen. Bald werde ich schon wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen und mit der Radquer-Saison beginnen. Aber zuerst geniesse ich noch eine Weile Lust und Laune!
So verbrachte ich auch die letzten Wochen. Meistens sass ich nur am Wochenende und bei schönem Wetter auf dem Bike, die Wettkampf-Bikes sind aber eingestellt und ich widme mich meinem Ghost AMR+ mit etwas mehr Federweg!
Ich unternahm bei wunderbarem Wetter verschiedene neue Touren. Einmal den Prättigauer Höhenweg mit Michael, Pascal, Nathi und Jonas...das war ganz eine lustige, plauderhafte Truppe! Dann war ich endlich mal wieder mit meinem Bruder Christof unterwegs, dies auf dem Monte Tamaro im Tessin. Eine unvergessliche Tour mit Verfahren und dann noch noch die geilsten Trails gefunden! Direkt vom Tessin reisten wir an die Testtage in der Lenzerheide, wo ich die neusten Ghost Bikes testen konnte! Aber auch hier mehrheitlich abwärts und nur wenig aus eigener Kraft berghoch!
Die letzten Tage verreiste ich ins Südtirol nach Brixen. Auch dort fanden Testtage statt, doch ich wollte einfach mit Markus ein paar schöne Freeride-Tage verbringen. Es kam etwas anders...
Nach zwei Tagen auf anspruchsvollen und schönen Trails mit dem Allmountain- oder Downhillbike kam dann der Samstag. Da stand ein Uphillrennen auf dem Programm. 2000Höhenmeter nur berghoch ohne auch der kleinsten Abfahrt. Ich bewältigte den Plose Berg in etwas mehr als 2 Stunden und dies mit meinem Freerider, denn am Sonntag fand das Downhillrennen statt und für die Gesamtwertung musste man an beiden Tagen mit dem gleichen Bike fahren! Ich belegte hinter meiner Teamkollegin Lisi den 2. Rang. Lisi startete jedoch mit dem Hardtail und nahm am Downhill nicht mehr teil.
Die Downhillstrecke hatte es in sich. Es war eine richtige auch für Downhiller anspruchsvolle Abfahrt, extrem steil, viele rutschige Wurzeln und einige Absätze. Naja ich werde dann wohl einfach zu Fuss unterwegs sein dachte ich mir.
Am Sonntag standen dann über 300 Downhiller auf 2500 Meter über Meer. Es gab einen Lemon-Massenstart. Ich hatten einen riesen Respekt und ging das ganze etwas sachte an. Ich war gegenüber den Meisten auch ziemlich untermotorisiert...aber plötzlich riss es mich einfach mit und ich fuhr fast alle Passagen, die ich am Tag zuvor noch zu Fuss hinunter rutschte.
Für einen Downhill war es ein Marathon, ich hatte etwas über 40 Minuten für die 13km und die 2000Höhenmeter hinunter nach Brixen. Es resultierte der 6. Rang. In der Abrechnung reichte es dann für den Gesamtsieg und ich wurde zur Queen of Plose gekrönt!

Diese Woche bin ich nun in Davos und helfe das Final-Kids-Bikelager zu leiten...
Bevor ich dann langsam aber sicher die Lust und Laune Zeit abschliessen werde.

Bundesligafinal in Bad Salzdetfurth (D) vom 15. und 16. Sep. 2012

19. September 2012

Das Sprintrennen am Samstag fand im Stadtzentrum von Bad Salzdetfurth statt und war damit ideal für Alexandra Engens Premiere im Weltmeistertrikot. Bestzeit für die Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, während ihre Teamkollegin Katrin Leumann ‚nur‘ die sechstschnellste Zeit erreichte. Dies bedeutete für beide kein Aufeinandertreffen im ersten Heat.
Alexandra Engen hatte die Bundesligagesamtwertung bereits gesichert, Katrin Leumann brauchte vor dem Rennen am Sonntag aber möglichst viele Punkte um den zweiten Gesamtrang zu verteidigen. Beide Fahrerinnen zogen ins Finale ein und übernahmen dort von Anfang an die Führung. Katrin Leumann wurde bis zum Schluss nicht mehr von der Teamkollegin angegriffen und damit war das ideale Teamergebnis perfekt umgesetzt. Doppelsieg für Leumann vor der Weltmeisterin Engen - und auch in der Sprint Gesamtwertung lagen die beiden GHOST Fahrerinnen in umgekehrter Reihenfolge ganz vorne.
Für Sonntag würde Katrin Leumann ein fünfter Rang bei einem Sieg der Norwegerin Gunn Rita Dahle reichen, um auch in der Gesamtwertung den Doppelsieg perfekt zu machen.

Katrin Leumann erwischte keinen guten Tag für das XC Rennen und hatte vor allem mit der Atmung zu kämpfen. Während Gunn Rita Dahle das Rennen lange Zeit anführte, fand sich Katrin Leumann nur auf Rang zehn und damit zu weit hinten wieder um die Gesamtwertung auf Rang zwei beenden zu können. Sie konnte sich noch auf Rang acht verbessern, war damit aber auf Schützenhilfe für die Gesamtwertung angewiesen. „Der Staub hat mir heute zu schaffen gemacht, ich konnte kaum atmen und bin auch noch in einen Baum gecrasht. Danke an Alex für ihren sensationellen Sieg.“, war das Resumee der Schweizerin. Alex Engen konnte mit ihrem Sieg verhindern, dass Gunn-Rita Dahle Katrin Leumann vom 2. Gesamtrang verdrängen konnte.

Im XC Eliminator wie auch im XC konnte Katrin Leumann den 2. Gesamtrang feiern. Ein grossartiger Saisonabschluss!

Weltmeisterschaften in Saalfelden (A) vom 8. September 2012

8. September 2012

Heute stand neben Olympia der nächste Saisonhöhepunkt an mit den Weltmeisterschaften in Österreich. Ich wollte eigentlich eine Olympiarevanche und war nach London top motiviert mich so richtig auf die WM vorzubereiten. Leider erlitt ich in dieser Phase einen Rückschlag mit meinen schwammigen Rückenproblemen.
Das Team Raley zeigte schon, dass ich nicht mit den Besten mithalten konnte, was soll ich mir also für neue Ziele setzen...ich war verunsichert und wollte einfach technisch sauber und mit einer guten Kadenz das Rennen bestreiten.
Ich ging mit der Erwarung ins Rennen, dass ich erneut so super Beine haben werde wie an Olympia oder einigen Weltcuprennen in diesem Jahr, doch dies war nicht so. Ich brauchte zwei Runden um zubegreifen, dass ich ich nicht immer einfach locker ohne "saure Beine" mitfahren kann und dass man eigentlich leiden und kämpfen muss. Besser spät als nie setzte ich zur Aufholjagd an. Ich kämpfte mich von Rang 30 noch auf den 19. Rang nach vorne. Dabei half es mir, dass ich technisch immer sauber über die Runde kam und ich somit immer wieder wichtige Sekunden gewann.
Nicht das was ich mir vorstellte, aber ich habe gekämpft und gelitten...das war wohl mal wieder nötig!!!
Morgen geht dann die WM mit der neuen Disziplin Eliminator zu ende. Ich werde morgen wieder am Start sein und mal schauen, wie gut sich meine Beine schon erholt haben!

Live auf SF 2

7. September 2012

Morgen um 11 Uhr starte ich zum Elite Damen Rennen der Weltmeisterschaft im österreichischen Saalfelden. Unsere Rennen wird ab 10:50 von SF2 live übertragen. Ihr könnt also ganz bequem mitfiebern und mir die Daumen drücken!!!
Viel Spass...

WM Team Relais vom 6. September 2012

7. September 2012

Gestern durfte ich als Elite Frau bei der Schweizer Staffel an den Weltmeisterschaften in Saalfelden (A) starten. Reto Indergand legte als U-23 Fahrer einen fullminanten Start hin. Leider konnte er es nicht über die ganze Runde halten und übergab im Mittelfeld an den Junior Dominic Zumstein. Dominic gab mächtig Gas und machte, trotz einem Sturz, einige Plätze gut. Nun war ich an der Reihe, ich war top motiviert und wusste, dass ich auf eine Runde mit den besten Frauen mithalten kann. Leider verklemmte sich noch auf dem ersten Kilometer ein Ast in meinem Antrieb. Ich war zu erst verunsichert und musste nachsehen, was denn an meinem Bike nicht stimmte. Ich nahm etwas Tempo raus und versuchte den Ast im Fahren los zu werden, doch dies gelang mir nicht. Ich musste vom Bike steigen und genau in diesem Moment überholte mich die Deutsche Fahrerin Sabine Spitz. Ich konnte die Lücke nicht mehr schliessen, sie war in den Aufstiegen einfach zu stark. Ich biss mich durch und gab mein Bestes, doch es war nicht mein Tag. Auch ohne dieses Malheur zu beginn hätte ich schneller sein sollen. Ralph Näf als Schlussfahrer gab nochmals alles. Er kämpfte sich vom 7. Zwischenrang noch auf den 4. Schlussrang nach vorne. Wir haben alle alles gegeben, doch es sollte nicht für mehr reichen.
Auf dem Foto seht ihr die Übergabe von Dominic an mich. Bei uns klappten alle Wechsel einwandfrei. Dies war nicht bei allen Teams so. Frankreich und Deutschland hatten je einen unkorrekten Wechsel. Tschechien und Spanien wurden sogar disqualifiziert. Ein Protest der Schweizer gegen die zweiten Frankreich wurde jedoch abgeschmettert.

Bundesligarennen in Albstadt vom 1. und 2. September 2012

3. September 2012

Seit dem EKZ Cup in Eschenbach kam ich irgendwie nicht mehr auf Touren. Ich hatte immer etwas "saure" Beine, dachte mir aber mit etwas Ruhe kommte dann alles wieder gut...
So startete ich voll motiviert zum Last Woman Out Rennen in Albstadt. Eine Art von Short Race und Eliminator Sprint. Auf einer kurzen Wiesenrunde von ca. 800Meter fuhren wir geschlossen los und immer die Letzte musste das Rennen beenden. Irgendwie kam ich mit aber wirklich Reserven hatte ich nicht und beendete das Rennen eine Runde vor Schluss auf dem 4. Rang.
Am Sonntag stand dann das Cross Country Rennen an. Obwohl es regnerisch, schlammig und kalt war freute ich mich aufs Rennen. Alex und ich hatten beim selben Wetter eine geniale Streckenbesichtigung am Freitag und ich war sehr motiviert ein gutes Rennen zu zeigen. Die Strecke kam mir sehr entgegen. Ein sehr steiler Aufstieg der mit einer kurvenreichen, rutschigen Abfahrt unterbrochen wurde, war zu bewältigen. Die lange Abfahrt wieder hinunter auf das Zielgelände beinhaltete Treversen, Wurzelpassagen und schlammige Steilhänge.
Der Start gelang mir sehr gut, doch nach nur 200Metern ging mir schon zum ersten Mal die Kraft aus. Am ersten Anstieg holte mich das Gefühl vom letzten Jahr von kraftlosen Beinen ein und ich kämpfte mit dem Gedanken aufzugeben. Die Konkurrenz enteilte mir und ich konnte nur in der Abfahrt mal wieder eine überholen, doch ich befand mich ganz klar in einer Region, die nicht meinem Leistungsvermögen entspricht. Die spassige Abfahrt hinderte mich dann daran das Rennen aufzugeben und so kämpfte ich mich über 4 Runden ins Ziel. Es resultierte der enttäuschende 13. Schlussrang.
Nach dem Rennen handelte ich aber sofort und brach das Vorhaben direkt von Albstadt zur WM zu reisen ab. Ich konnte es organisieren, dass ich heute Mittag zu meinem Masseur Peter Unholz konnte und heute Abend noch beim Osteopathen Caius Schmid vorbei gehen kann.
Jetzt bin ich optimistisch, dass alles gut kommt für die WM! Danke den beiden spontanen, flexiblen Therapeuten!

BMC Cup auf dem Schänzli vom 26. August 2012

27. August 2012

Den Schnellzug verpasst...
Genau diesen Zug verpasste ich beim ersten Aufstieg! Die ersten zwei Runden auf der Radrennbahn verliefen noch planmässig. Ich konnte mich in den vorderen Reihen halten, ohne zuvorderts im Wind fahren zu müssen. Danach wurde ich aber eingeklemmt und konnte beim ersten Aufstieg nicht reagieren. Da die Steigung nur kurz und zudem noch sehr schmal ist, kam ich nicht nach vorne. Genau in diesem Moment konnte sich eine Spitzengruppe absetzen. Auf der sehr taktisch zu befahrenden Runde wurde es nun extrem schwierig den Anschluss wieder herzustellen. Ich war in einer kleinen Verfolgergruppe und wir versuchten in den ersten 4 Runden den Anschluss wieder herzustellen, verbrauchten jedoch in den flachen Rollerpassagen zu viel Energie und wir fielen kurz nach dem vollbrachten Zusammenschluss am Aufstieg wieder ab. Das einzige was herausschaute war eine Rundenbestzeit...
So fuhren wir die letzten zwei Runden etwas gemächlicher, weil wir wussten, dass der Schnellzug nun definitiv weg war und wir begnügten uns mit der zweiten Garde! Im Anstieg konnte ich meistens meine zwei Mitstreiterinnen etwas distanzieren, doch auf der Fläche fuhren alle wieder zusammen. So versuchte ich die Kräfte auf den Zielsprint zu bündeln, doch genau in diesem Moment des Sprints fingen meine Beine an zu krampfen und ich musste Stirnemann und Schneitter ziehen lassen.
Es resultierte der 8. Schlussrang. Leider war dies heute nicht mein Tag. Für ein Top Ergebnis haben zu viele kleine Sachen nicht gestimmt und bei dieser Leistungsdichte fällt es dann schon ins Gewicht! Schade spielten heute meine Beine nicht mit, ich hätte gerne eine kleine Olympiarevanche gezeigt an meinem Heimrennen.

BMC Cup auf dem Schänzli in Muttenz

EKZ Cup in Eschenbach (SG) vom 19. August 2012

19. August 2012

Die Woche nach dem Olympischen Rennen widmete ich zuerst der Erholung. Ich genoss in London die Abschlussfeier und versuchte zurück in der Schweiz etwas abzuschalten und herunterzufahren. Doch ganz so einfach war es nicht, der Rummel ging auch nach den Spielen noch etwas weiter, blieb aber im angenehmen Rahmen. Trotzdem musste ich immer wieder erzählen, wie und was in der 4. Runde passiert ist. Dies machte die Verarbeitung oder besser gesagt das Vergessen nicht viel einfacher.
Im zweiten Teil der Woche nahm ich aber schon wieder voll motiviert die Vorbereitung für die WM in drei Wochen in Angriff. Ich absolvierte zwei intensive Trainings, fuhr am Freitag mit Odlo und den Swiss Ski Langlauf Jungs die Pässefahrt Albula-Flülen und schloss den Trainingsblock heute mit dem EKZ Cup Rennen in Eschenbach ab. Nachdem ich mich am Samstag bei der Streckenbesichtigung noch ziemlich kaputt fühlte, lief mir das Rennen heute zum Glück viel besser. Ich profitierte noch immer von der guten Olympiaform und konnte vom Start weg die Führung übernehmen. Ich schlug einen hohen Rhythums an und versuchte trotz Hitze regelmässige Rundenzeiten zu fahren. Ich hatte ein gutes Gefühl und einen schönen Zug, auf dieser Strecke macht es einfach Spass Rennen zu fahren. Trotz sehr gutem Saisonverlauf war dies heute glaube ich der erste Saisonsieg. Es ist immer schön zu oberst auf dem Podest stehen zu dürfen.
In einer Woche steht mit dem BMC-Cup auf dem Schänzli mein Heimrennen auf dem Programm...

Olympisches MTB Rennen

12. August 2012

Das Glück nicht auf meiner Seite...in den Top 8 liegend hatte ich einen Hinterrad-Defekt und verlor viele Plätze und den hohen Rhythmus! Bei der Aufholjagd stürzte ich dann noch zwei mal und rettete mich dann schliesslich auf dem 19. Rang ins Ziel. Es war leider nicht mein Tag, ich habe eine super Form und hatte geniale Beine, nur leider das Rennglück nicht auf meiner Seite...

Angekommen in Benfleet

7. August 2012

Gestern haben wir Mountainbiker unser zu Hause für die nächsten Tage bezogen. Wir wohnen in privaten Wohnhäusern nur gerade 200Meter von unserem Renngelände entfernt. In diesem ruhigen Quartier fühlen wir uns schon wie zu Hause. Ich durfte mich im grossen "Elternschlafzimmer" einrichten.
Die Nähe zur Strecke ist ein riesen Vorteil, wir können unser Training absolvieren ohne zuerst mit einem Bus oder Auto anreisen zu müssen und können uns total flexibel bewegen.
Das erste Training auf der Strecke verlief sehr gut. Die Strecke hat sich zu unserem letzten Besuch im Mai nicht verändert. Ich fühle mich wohl und freue mich auf die nächsten Tage!

Vollgas

2. August 2012

Bei wunderbarem Wetter hier in der Schweiz absolvierte ich meine letzte harte Trainingseinheit. Mir fällt es manchmal schon schwer mich alleine zu quälen, doch die Gedanken an Olympia lassen die intensiven Intervalls besser ertragen. Eine zusätzliche Motivation war, dass ich das Training auf meinem nigelnagelneuen Olympia Bike absolvieren konnte. Das komplete Bike wurde extra auf mich abgestimmt. Die Rahmenlackierung an die Schweizer Nationalfarben angepasst und auch das Schweizerkreuz vorne am Steuerrohr darf nicht fehlen. Zudem ist auch mein Namen direkt in die Lackierung eingebunden! Wirklich etwas sehr Spezielles, ich habe mich unglaublich gefreut, dass Ghost uns Athleten ein so geniales Bike zusammen gebaut hat! Das Bike wird mit 7.55kg auch zu den Leichtesten an Olympia zählen!

Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 in London

29. Juli 2012

Ich weiss gar nicht gneau mit was ich beginnen soll...
Das Eintreffen in London war schon sehr eindrücklich. Überall standen hilfsbereite Leute und begleiteten uns auf dem Weg vom Flugzeug ins Athletendorf. Auf der Fahrt durch die Stadt standen wie immer mal wieder im Verkehrschaos fest, nach 2.5 Stunden erreichten wir dann endlich den Stadtteil Stratford mit dem Olympischen Dorf.
Der Schweizer Wohnblock steht an der Seaside Zone vis-à-vis vom Vicotry Park, wenn das mal nicht verpflichtet...! Vor Ort bekamen wir mit, dass wir mit 2.5 Stunden wohl die bis jetzt schnellste Zeit hinlegten, naja!
Das Feeling vom Olympischen Dorf kenne ich noch von den Olympischen Spielen in Athen. Es herrscht eine lockere, friedliche, gelassene Stimmung unter all den verschiedenen Nationen. Es ist ein friedliches Beisammen- und Miteinandersein. Eindrücklich ist die grosse Main Dining Hall. Da gibt es rund um die Uhr zu essen aus 5 verschiedenen Kontinenten und vom Mc Donalds. Im Olympischen Dorf ist all inclusive!
Was ich jedoch noch nicht miterleben konnte war die Eröffnungsfeier. Bereits am frühen Abend traf man die verschiedenen Nationen versammelt in ihreren schönsten Kleidern. Interessant und eindrücklich, was man da alles sah. Wir Schweizer mussten um 22:06 bei unserem Haus los laufen. Wir waren genau 2 Stunden unterwegs für die 1.5km bis zum Olympia Stadion. Schritt für Schritt wie im Londoner Abendverkehr ging es langsam voran bis wir dann endlich gegen Mitternacht ins unglaublich riesige Stadion einlaufen durften. Ein überwältigendes Gefühl, hinter der Schweizerfahne als Teil der Schweizer Nation einlaufen zu dürfen. Ich genoss die Stimmung, versucht alle Eindrücke einzufangen, doch dies war fast unmöglich. Richtig emotional wurde es dann, als direkt vor uns das Olympische Feuer entfacht wurde, ich die Wärme richtig spürte und sich die Muscheln zu einer grossen Fakel zusammenschlossen.
Gegen 1:30 Uhr fiel ich dann zufrieden ins Bett. Kaum schloss ich die Augen, liefen die Erinnerungen der letzten Stunden in meinem Kopf wie ein Film ab...Ein einmaliger Film, deren Regisseur ich selber war!

Auf dem Weg zur Eröffnungsfeier

27.Juli 2012

Ich bin aufgeregt,leicht nervös dabei habe ich gar kein Rennen! Ich stehe mit den hoffentlich richtigen Kleider am Bahnhof!So einfach ist es nicht unter den vielen Swiss-Olympic Sachen die Reise-Kleider zu finden!Tasche und Rucksack sind auch gepackt...darin verstaut das Outfit für die Eröffnungsfeier!Ebenfalls dabei Blasenpflaster,denn die Eröffnungsfeier ist wohl der erste Marathon der Olympischen Spiele in London und dies mit neuen Schuhen!!!
Ich werde von den Leuten hier im Zug immer wieder fragend angeschaut!Das angeschriebene Gepäck und die Kleider,die in den Medien schon ausführlich gezeigt wurden, kennt fast jeder!Und trotzdem fragt mich niemand,aber ja ich bin auf der Reise an die Olympischen Sommerspiele in London!

MTB Schweizermeisterschaft in Balgach vom 21. und 22. Juli 2012

24. Juli 2012

Magere Ausbeute für Katrin Leumann überrascht nicht...

Nach einer intensiven Olympiyavorbereitung, in der Katrin Leumann 5 Etappen der Transalp absolvierte, kam die Schweizermeisterschaft eine Woche zu früh.
Mit noch müden Beinen von den langen Etappen mit unzähligen Höhenmetern über die Alpenpässe versuchte Katrin Leumann das Beste herauszuholen.

Am Samstag Abend war zum ersten Mal das Eliminator Rennen als Schweizermeisterschaft ausgeschrieben. Diese Disziplin wir auf einer verkürzten Runde von ca. 1km bis 2km ausgetragen. Die Qualifikation bestreitet man alleine auf Zeit. Danach wird in 4er Heats gestartet und immer die zwei Besten kommen weiter.
Katrin Leumann zeigte mir der 2. Besten Qualifikationszeit ihre Ambitionen obwohl ihr diese kurze intensive Belastung nach den langen Einheiten nicht entgegenkam.
Souverän sprintete Leumann in den Final. Dort fehlte ihr dann jedoch die Spritzigkeit zum Sieg und belegte den 3. Rang. „Die bronzene Medaille fehlt noch in meiner Sammlung“, meinte Leumann, die angesichts der Vorbereitung zu frieden war.

Am Sonntag stand dann das Cross Country Rennen statt, diejenige Disziplin, die olympisch ist. Nach vielen Regenfällen, zeigte sich am Sonntag dann erstaunlicherweise die Sonne und liess die Strecke immer mehr abtrocknen. Der lange, sehr steile Aufstieg konnte man nun gut fahren, nur in der kurzen Zwischenabfahrt blieb das Gelände sehr feucht und rutschig. Ebenso in der Hauptabfahrt über die nassen Wurzeln und Holzbrücklein brauchte man volle Konzentration, da die Feuchtigkeit den Untergrund unberechenbar machte.
„Ich merkte schon beim Warmfahren, dass ich noch sehr müde Beine hatte, versuchte diese Gedanken jedoch auszuschalten“, sagte Leumann.
Der Start gelang ihr gut, sie konnte sich im Aufstieg bis auf den 3. Zwischenrang verbessern und war erstaunt über die gute Verfassung ihrer Beine. Leider konnte sie diese Platzierung nicht halten. Bereits in der zweiten Runde wurde sie auf den vierten Rang verwiesen und konnte sich von da an nicht mehr verbessern. „Ich spürte zwar, dass ich viel Zug und Druck auf den Pedalen hatte, doch durch die Müdigkeit brachte ich den Puls nicht in die gewünschte Höhe.“
Nach einer Fahrzeit von 1 Stunde und 30 Minuten kam Leumann hinter der neuen Schweizermeisterin Sarah Koba, Esther Süss der zeiten Olympiateilnehmerin und Corina Gantenbein als 4. Ins Ziel. „Klar hätte ich gerne nochmals eine Medaille geholt, doch die anderen waren heute stärker“, erklärte Leumann, „Mit der harten Vorbereitung in den Beinen und dem guten Gefühl auf dem Bike bin ich aber sehr zufrieden. Es stimmt mich sehr zuversichtlich und optimistisch, dass ich mich in so kurzer Zeit doch schon so gut erholen konnte. Der Fahrplan für Olympia stimmt!

Am Freitag fliegt Katrin Leumann an die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Sie kommt am Samstag wieder zurück und macht dann den Feinschliff damit sie am 11. August das bestmögliche Resultat in London herausholen kann.

Resultate

Projekt Transalp

21. Juli 2012

1. Etappe, Oberammergau-Imst (97,8km, 2215Hm)
Die erste Etappe war geprägt vom starken Regen. In den fast 5 Stunden regenete es ununterbrochen. Zum Glück beinhaltete die Etappe noch nicht die richtig grossen Berge, doch mit Einrollen war auch nichts. Die ersten 20km waren eher flach und so war das Tempo in der Gruppe sehr hoch. Erst beim ersten Aufstieg zog es das Feld auseinander und es wurde etwas ruhiger. Tom schaltete zum Glück auch endlich einen Gang hinunter und ich konnte mich im Aufstieg etwas von der hektischen Startphase erholen. Der Hauptanstieg kam jedoch erst noch bei Kilometer 70. Dort baute ich ein Intervall ein und konnte mich dann bis Tom bei mir war wieder etwas Erholen. In der langen Abfahrt machten wir dann einige Plätze gut und erwischten in der flachen Schlusspassage einen Schnellzug, der aus zwei Herren Teams bestand und uns in horrendem Tempo ins Ziel zog. Wir beendeten die erste Etappe auf dem 9. Rang in der Kategorie Mixed.

2. Etappe, Imst-Ischgel (77,9km, 3274Hm)
Von dieser Etappe hatte Tom grossen Respekt, denn heute kamen die vielen Höhenmeter. Das Wetter war nicht wesentlich besser, ab und zu gab es ein paar trockene Abschnitte, doch es blieb grundsätzlich nass. Mir machten die Höhenmeter nicht wirklich Sorgen sondern die letzten 20km die sehr wellig und stets steigend nach Ischgel angelegt waren. Und so kam es auch...das richtige Leiden begann auf den letzten schwierigen Kilometern, auch weil wir immer wieder ein Mixed Team vor uns sahen und es uns der Ehrgeiz nicht zuliess Schwäche zu zeigen. Wir kämpften uns durch und erreichten bei der 2. Etappe bereits den 8. Rang.

3. Etappe, Ischgl-Nauders (67,8km, 2720Hm)
Kaum aus dem Dorf führte die Strecke für uns die nächsten 2 Stunden nur berghoch! Der höchste Punkt der Transalp erreichten wir auf dem Idjoch auf 2737. Durch das schlechte Wetter lag oben auch noch Schnee bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Erneut kämpfte sich Tom tapfer Höhenmeter um Höhenmeter hinauf. Auch ich spürte die Beine, denn auch die länge und das Wetter hängten mir an. In der Abfahrt spielten wir dann unsere Stärke wieder aus und konnten mächtig Zeit gut machen. Auf der Rund 10km langen Flachpassage vor dem letzten Berg konnten wir auf ein Mixed Team aufschliessen. Eigentlich plante ich diese Etappe als sogenannten Ruhetag, wollte nicht in zu hohen Pulsbereichen fahren und versuchte mich so etwas zu erholen. Doch Tom packte erneut der Ehrgeiz und mich auch...Mit einer guten Teamarbeit (ich schob Tom den Berg hoch und er zog mich im Windschatten über die Fläche) konnten wir das Mixed Team auf den letzten Kilometern noch abhängen und erreichten das Ziel erneut auf dem 8. Rang.

4. Etappe, Nauders-Scuol (52,7km, 1880Hm)
Dies war die kürzeste Etappe des ganzen Rennens und beinhaltete zwei Berge. Wir gingen die Etappe sehr ruhig an und wurden so von mehreren Mixed Teams überholt. Wir liessen uns nicht beirren und fuhren unseren Rhythmus. Erst 1km vor dem höchsten Punkt suchten wir uns eine gute Position für die Abfahrt und überholten dadurch kurz vor dem Downhill noch zwei Mixed Teams. In der Abfahrt konnten wir dann sage und schreibe 4 weitere Teams überholen und stehen lassen. Ja, die Abfahrten machten uns zwei wirklich grossen Spass.
Am zweiten und letzten Berg standen für mich nochmals ein paar Intensitäten auf dem Programm. Statt einfach weg zu fahren, nahm ich Tom als Anhängsel mit. Nach 3.5 Etappen gestaltet sich dieser Abschnitt als sehr sehr hart...Als ich mich am Erholen war, brausten auch schon wieder zwei Mixed Teams an uns vorbei. Wir versuchten die Teams auf Sichtweite zu halten, was uns auch gelang. Und erneut zündete Tom kurz vor dem höchsten Punkt den Turbo. Wir schlängelten uns zwischen den Teams vorbei und stachen in die Abfahrt. Weg waren wir...Nach der Abfahrt mussten wir jedoch noch 10km leicht steigend dem Fluss Inn entlang nach Scuol fahren. Vor uns sahen wir eine Gruppe, die war jedoch auch gerade daran eine Gruppe einzuholen, und so gestaltete sich das Einholen als sehr kräfteraubend. Doch es hat sich gelohnt. Wir kamen auf Position 6 ins Ziel!

5. Etappe, Scuol-Livigno (69,6km, 2531Hm)
Unsere letzte Etappe wollten wir nochmals so richtig geniessen. Auch das Wetter zeigte sich endlich von seiner besten Seite, wolkenloser Himmel, Sonnenschein pur und schon angenehm warm beim Start um 9 Uhr! Dies sollte auch die schönste Streckenführung des ganzen Rennens sein und so freuten wir uns auf eine schöne Ausfahrt.
Erneut gingen wir den langen, rund 35km, Aufstieg durch das Val S-charl gemütlich an. Ein Déja-vu holte uns ein, denn erneut wurden wir von einigen Mixed Teams in der Startphase überholt. Bei der Verpflegung auf dem Ofenpass wurde uns durchgegeben, dass wir bereits auf dem 7. Rang lagen. Kurz danach schlossen wir auf ein Mixed Team auf und fuhren auch gleich daran vorbei. Tom und ich schauten uns an und sagten gleichzeitig: "Shit wir sind wieder in Gefielden wo wir eigentlich gar nicht hin wollen!" Mit der Ruhe war es nun also vorbei. Auf den Passo Alpisella schlug Tom ein hohes Tempo an und ich hatte zuerst Mühe ihn nach der Verpflegung wieder einzuholen. Der Aufstieg zog sich ziemlich in die Länge und wir litten beide. Leider führte uns die Strecke nach der Abfahrt nicht direkt nach Livigno sondern es waren noch weitere 200 Höhenmeter zu bewältigen. Tom hatte grosse Angst, dass es ihn vollends hinstellen wird. Er hatte keine Kraft mehr und warnte mich vor, falls er dann gar nicht mehr könne. Dummerweise sahen wir vor uns ein leidendes Mixed Team...Tom war es anfänglich "Scheiss egal" doch nach 10 Sekunden Bedenkfrist erhöhte er das Tempo und wir schlossen die Lücke. Dies war Tom jedoch nicht genug...weiter gings, was der Kopf will, kann auch der Körper...so sein Motte. Wir nahmen dem Mixed Team auf den letzten zwei Kilometern tatsächlich noch über 1 Minute ab und erreichten das Ziel in Livigno auf dem überraschenden 5. Rang. In der Gesamtwertung steigerten wir uns bis auf den 7. Zwischenrang...gaben aber in Livigno planmässig das Rennen auf.

Fazit:
Wir erlebten eine unvergessliche Woche. Tom verdoppelte seine Jahreskilometer und ich absolvierte eine super Olympia-Vorbereitung!

Nachträge...

13. Juli 2012

Ich entschuldige mich, dass die letzten Tage keine Aktualitäten auf meiner Homepage zu finden waren. Es lief sehr viel in den vergangenen Tagen...hier ein paar Stichworte


  • Weltcup in Windham auf dem 10. Rang beendet

  • 1 Tag Manhattan bei 34 Grad

  • Rückflug und Olympiakleider fassen am Dienstag

  • ein paar schöne Tage in Zweisimmen bei Regen und Sonnenschein

  • Abfahrt ans Transalp


Morgen werde ich das Transalp mit meinem Teamchef Tom in Angriff nehmen...bin gespannt wie es wird! Freue mich auf jeden Fall und hoffe auf gutes Wetter!

Vorschau Weltcup Windham (USA)

30. Juni 2012

Heute Samstag findet der zweite Weltcup hier in Übersee statt. Seit Montag sind wir in Windham, dem Skiresort von der Region New York. Und wie Ski schon sagt, hat auch die Strecke viele Höhenmeter! Der Aufstieg ist zwar nicht an einem Stück, aber man dreht sich wie eine Schraube hoch. Zwischen den Aufstiegen sind immer wieder kleine Abfahrten oder Ruppige Querpassagen. Ganz oben bei der Bergsation des Sessellifts hat man dann auch den höchsten Punkt erreicht. Genau so wie man sich hinauf geschraubt hat, ist auch die Abfahrt immer wieder durch kleine Aufstiege oder Flachpassagen unterbrochen. Die Strecke beinhaltet zwar keine Passage bei der man sehr viel Mut oder Überwindung braucht, doch wenn man auf Zug hinunter fährt, ist es genau so anstrengend wie der Aufstieg!

Das ganze könnt ihr live mitverfolgen. Der Startschuss ist um 17:30 (schweizer Zeit) und www.redbull.tv überträgt das Rennen live!!!

Weltcup in Mont Sainte Anne vom 24. Juni 2012

24. Juni 2012

Short News
Ich beendete das Weltcup Rennen im kanadischen Mont Sainte Anne auf dem 12. Platz. Rangmässig ist das gar nicht so schlecht, doch physisch und vorallem technisch bin ich heute nicht gut gefahren. Ich hatte Mühe mit dem Handling meines Bikes und auch die kurzen heftigen Anstiege mit den Rhythmusbrechern lagen mir heute überhaupt nicht.

Rangliste

Tageswoche

24. Juni 2012

Hier findet ihr das Interview mit mir von der Tageswoche...
Viel Spass beim Lesen!

Vorschau Weltcup Mont Sainte Anne (CAN)

22. Juni 2012

Morgen Samstag findet der 5. Weltcuplauf im kanadischen Mont Sainte Anne statt. Ihr könnt das Rennen live auf Redbull TV anschauen. Der Start zum Frauenrennen ist schweizer Zeit 17:30!

Die Strecke hier ist wie jedes Jahr physisch wie auch technisch sehr anspruchsvoll. Zur Zeit ist es sehr warm und feucht was die sportliche Anstregung noch härter werden lässt.

BMC Racing Cup in Gränichen vom 17. Juni 2012

17. Juni 2012

Guter 2. Rang von Katrin Leumann am BMC Racing Cup in Gränichen.

Der hohe Hors Category Status lockte neben der Schweizer Elite auch ein paar internationale Fahrer an. Das Feld war demnach gut bestückt und es standen 4 Olympiateilnehmerinnen am Start.
Es wurde sehr schnell gestartet, ich konnte gut mithalten und platzierte mich in der 3er Spitzengruppe. In der dritten Runde schrumpfte unsere Gruppe und Esther Süss und ich bildeten das Spitzenduo. Wir fuhren konstante Rundenzeiten, distanzierten uns vom Rest des Feldes und machten den Sieg unter uns aus. Leider stürzte ich kurz vor der letzten Zielpassage und büsste gut 10 Sekunden auf Esther Süss ein. Ich vermochte das Loch in der letzten Runde nicht mehr zu schliessen und beendete das Rennen auf dem guten 2. Rang. Auf dem 3. Rang fuhr meine Teamkollegin Alexandra Engen aus Schweden ein!
Morgen Montag geht es nun nach Übersee. Am Samstag findet in Mont Sainte Anne bei Quebec ein Weltcuprennen statt, eine Woche später macht der Weltcuptross dann in Windham bei New York halt!

Resultate

Europameisterschaft vom 10. Juni 2012 in Moskau

11. Juni 2012

Gestern startete ich zum EM Rennen in Moskau. Die Strecke mit den vielen Kurven, den vielen kleinen aber Steilen Aufstiegen und den Wiesenabfahrten konnte ich mir beim Team Relais schon gut einprägen. Als wir auf der Rolle am Einfahren waren begann es zu tröpfeln. Ich entschied mich Schlechtwetter Reifen montieren zu lassen, was ein guter Entscheid war. Während dem Rennen begann es dann aus Kübeln zu regnen!
Ich erwischte einen schlechten Start, musste beim ersten schmalen Trail absteigen und konnte leider nicht auf Zug fahren. Nach der ersten Zielpassage reihte ich mich dann so an 7. Stelle ein. Das Wetter verlangte nicht nur uns Fahrern alles ab sondern auch das Material litt im sandigen Dreck.
Zur Hälfte des Rennens begann ich zu frieren, obwohl die Aufstiege steil waren und ich wegen dem rutschigen Terrain immer wieder rennen musste bekam ich nicht mehr warm. Auf der letzten Runde konnte ich dann aber nochmals aufholen. Mein Material lief zwar am Limit und ich merkte, wie die Bremskraft immer mehr schwand, doch ich liess mir nichts anmerken. Auf den letzten paar Kilometern konnt ich noch 3 Fahrerinnen überholen und erkämpfte mir so den guten 5.Rang.
Mit dem schlechten Start und meinen Rennbeinen lag nicht mehrndrin. Ich bin sehr zufrieden, dass ich noch so weit nach vorne fahren konnte!

Rangliste

Europameisterschaften Team-Relay vom 7.Juni 2012

8. Juni 2012

Gestern wurden die Europameisterschaften mit dem Team-Relay eröffnet. Wir starteten gegen die starken Teams von Frankreich, Italien, Holland und Polen. Martin Gujan unser Elite Fahrer ging als erster auf die Runde. Er übergab auf Position zwei an den Junior Dominic Zumstein, der zwischenzeitlich die Führung übernehmen konnte. In der Wechselzone tauchte dann jedoch wieder der Italiener an erster Stelle auf. So galt es für mich Eva Lechner zu jagen. Im ersten kurvenreichen Streckenteil konnte ich leider kaum Zeit gut machen, doch dann bei den mehreren steilen Aufstieg hatte ich mehr Zug und konnte die Italienerin nach einer Unsicherheit von ihr überholen und sogleich auch distanzieren. Weil die Polen die Frau erst am Schluss fahren liessen, konnten sie die Führung übernehmen. Ich übergab an zweiter Stelle an unseren U-23 Fahrer Matthias Stirnemann. Die Chancen, dass er die polnische Fahrerin überholen würde standen gut. Zur Rundenhälfte lagen wir dann in Führung, doch von hinten brauste der Italiener in horrendem Tempo an. Matthias Stirnemann wehrte sich mit den letzten Kräften...zum Schluss fehlten nur vier Sekunden zum Titel...
Italien gewann die EM vor der Schweiz und den Holländer...Wir zeigten alle eine starke Leistung und dürfen stolz sein auf die Silbermedaille!

Uri, Schwyz und Untergang

3. August 2012

Heute Abend bin ich im DRS 1 Regionaljournal zu hören!
Und morgen bin in den ganzen Nachmittag im Radio Studio in Zürich bei DRS 3. Ich vertrete den Kanton Basel-Stadt bei Uri, Schwyz und Untergang! Ich zähle auf eure Unterstützung...schreibt dann zur gegebener Zeit bitte ganz viele SMS für den Kanton Basel-Stadt!!!

Swiss Bike Trophy vom 3. Juni 2012

4. Juni 2012

Doppelte Hauptprobe, für mich war das Rennen auf dem Gurten ein kleiner Formtest vor der EM in Moskau und für den Veranstalter war es eine Hauptprobe für das nächste Jahr, denn dann findet die EM genau auf dieser Strecke auf dem Gurten statt.

Das Starterfeld war zwar international, doch nicht ganz so hockkarätig wie man sich das für ein Horse Class dotiertes Rennen erwarten hätte können. Ich startete gut und konnte an zweiter Stelle in die erste Abfahrt. Beim ersten längeren Aufstieg konnte ich dann die Führung übernehmen und kam nach einer Runde als erste zurück. Noch waren 4 Runden zu fahren und bald bildete sich eine 3er Spitzengruppe mit Sabine Spitz, Esther Süss und mir. Anfangs der dritten Runde bemerkte ich, dass ich die Verpflegung etwas vernächlässigte und musste mich zwingen Getränke und Gels zu mir zu nehmen. Genau zu diesem Zeitpunkt übernahm Esther Süss das Tempodiktat. Ich konnte nicht folgen und musste Esther und Sabine ziehen lassen. Nach zwei harzigen Runden fing ich mich aber wieder auf und konnte erneut im langen Aufstieg Zeit gut machen und zu Sabine Spitz aufschliessen. In einer technischen Passage wählten wir zwei verschiedene Linien und als wir wieder aufeinander traffen beharten beide auf ihrer Linie. Niemand bremste und beide stachen um die Kurve. Für mich hattes das Gerangel gut geendet. Sabine verhederte sich in der Absperrung und musste vom Rad. Ich konnte somit mit einem kleinen Vorsprung auf die letzte Runde. Esther Süss brachte den Sieg sicher nach Hause, dahinter kämpfte ich um den zweiten Rang. Nachdem Sabine Spitz fast wieder aufschliessen konnte holte ich in den Abfahrten und den holprigen Wiesenpassagen mit meinem Fully wieder einen entscheidenden Vorsprung heraus. Nach 1 Stunde und 29 Minuten erreichte ich das Ziel an zweiter Stelle. Sabine Spitz wurde dritte, Lisi Osl 4. und Kathrin Stirnemann 5.

Die Hauptproben sind gelungen.
Morgen fliege ich nach Moskau an die EM. Ich werde am Donnerstag das Team Raley fahren und am Sonntag das Einzelrennen bestreiten.

Resultate der Swiss Bike Trophy

Lust und Laune

1. Juni 2012

Nach der grossen Anspannung hat die Erleichterung doppelt so heftig eingeschlagen. Ich brauchte eine Pause, wollte mich auf nichts festlegen und einfach mal wieder alles tun, was man in der Vorbereitung eines Weltcups eher weglässt. Die ersten drei Tage nach La Bresse stand das Bike ungebraucht in der Ecke...erst am Donnerstag, dafür mit grosser Motivation, unternahm ich die erste lange Biketour. So reihten sich bis zum Pfingstmontag eine Tour an die andere, eine schöner als die andere! Einfach nach Lust und Laune. Dieses Prinzip wählte ich auch bei der Ernährung, ich bin zwar nicht bekannt, dass ich eine strickte Diät halte aber vor einem Weltcup liegen Wurstsalat, Pommes, McFlurry und Chips auch nicht gerade auf meinem Menüplan!
So genoss ich die freien Tage in vollen Zügen. Nun bin ich wieder bereit am Sonntag in Bern und in der darauffolgenden Woche an der EM Bestleistungen abzurufen.

Hier noch den Link zum Zusammenschnitt vom Weltcup in La Bresse

Nominiert

25. Mai 2012

Soeben hat mich Swiss-Olympic definitiv für die Olympischen Spiele in London nominiert!
Ich werde also am 11. August auf der Hadleigh Farm bei London das Olympische Rennen bestreiten.

Dem Druck Stand gehalten...

20. Mai 2012

Mit dem 7. Rang beim Weltcup in La Bresse erfüllt Katrin Leumann vom Team Ghost Factory Racing die von Swiss-Olympic geforderte Top 8 Rangierung. Sie darf damit rechnen, dass sie in den nächsten Tagen offiziell für die Olympischen Spiele in London selektioniert wird!

Weltcup in La Bresse (F) vom 20. Mai 2012

22. Mai 2012

Der Druck für Katrin Leumann war sehr gross. In La Bresse hatte sie die letzte Möglichkeit sich noch für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Zwar war sie in den letzten Rennen immer sehr nahe dran, doch gereicht hatte es bis dahin noch nicht.
„Ich hatte ein gutes Selbstvertrauen und wusste von den Rennen zuvor, dass ich eine gute Form habe und es ohne Sturz oder Defekt schaffen kann“, sagte Katrin Leumann. Es musste also alles passen an diesem Sonntag, um den Top 8 Rang, der von Swiss-Olympic zur Selektion gefordert wird, zu erreichten.
Mit der Startnummer 14 durfte Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team aus der zweiten Startreihe starten. Der Start gelang ihr zwar nicht ausgezeichnet, doch nach der Startrunde gab es einige hundert Meter zum Überholen. Leumann erkämpfte sich bis zum ersten Anstieg eine gute Ausgangslage und erreichte den höchsten Punkt bereits in den Top 8. „Ich hatte gute Beine, konnte einen hohen Rhythmus fahren und trotzdem in den Abfahrten noch genug konzentriert bleiben, ich war einige der wenigen Fahrerinnen, die ohne Sturz über die 5 Runden gekommen ist“, meinte Leumann.
Die Runde war tatsächlich sehr heimtükisch. Der lange Aufstieg raubte einem den letzten Schnauf und die Abfahrt war immer wieder mit technisch anspruchsvollen Passagen gespickt. Das nass, feuchte Wetter erschwerte die Bedingungen noch zusätzlich. Obwohl am Renntag die Sonne vom blauen Himmel schien, war der Untergrund stellenweise noch sehr nass und rutschig.
Nach einer kontrollierten Abfahrt bog Katrin Leumann auf dem 8. Rang in die zweite Runde ein. Es formierte sich eine 3er Gruppe von Platz 6 bis 8, wobei die 8. Platzierte immer wieder um den Anschluss kämpfen musste. „Ich war am Aufstieg die Stärkste und konnte das Geschehen kontrollieren. Ich war froh, dass ich in der Abfahrt niemand vor mir hatte und ich meine Linie ohne Behinderung fahren konnte,“ erklärte Leumann. Bereits im Vorfeld versuchte sie jegliches Risiko zu minimieren und pumpte etwas mehr Luft in den Reifen als normal. Diesmal sollte sie nicht durch einen Sturz oder einen Defekt gebremst werden. Souverän hielt sie sich auf einem Top 8 Rang und liess sich in der letzten Runde auch von der Attacke der Amerikanerin Georga Could nicht irritieren. „Ich fightete nicht mehr um den 6. Rang sondern wollte auf Nummer sicher gehen und den 7. Rang kontrolliert nach Hause fahren“, schilderte Leumann im Ziel. Nach einer Fahrzeit von 1Stunde 43 kam sie als überglückliche 7. ins Ziel. Es war ihr anzusehen, dass ihr ein riesiger Stein vom Herzen gefallen ist. Der grosse Druck schwand und die verdiente Erlösung trat ein. Katrin Leumann darf damit rechnen, dass sie in den nächsten Tagen von Swiss-Olympic für die Olympischen Sommerspiele in London selektioniert wird. Das grosse Rennen wird dann am zweitletzten Tag der Olympischen Spiele am 11. August stattfinden.
Zuerst geht es aber in zwei Wochen mit der EM in Moskau weiter!

The last Chance...

19. Mai 2012

Morgen Sonntag habe ich hier beim Weltcup in La Bresse (F) die letzte Möglichkeit mich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Die Karten stehen gut und ich bin guter Dinge, dass wenn ich ohne technische Probleme durchs Rennen komme, die Quali auch in Griffnähe ist!
Ihr könnt das Rennen live verfolgen, La Bresse liegt nur 1.5h Stunden von Basel oder im Internet gibt es eine Übertragung auf www.redbull.tv! Der Start ist um 11:30 Uhr!!!
Drückt mir die Daumen...

Weltcup in Nove Mesto (CZ) vom 13. Mai 2012

14. Mai 2012

Ich habe einen guten Formstand und ausgezeichnete Beine, gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Weltcuprennen. Es begann sehr vielversprechend. In der Startrunde, die bereits fast eine halbe Runde lang war, konnte ich mit der Spitzengruppe mithalten und hatte nicht das Gefühl am absoluten Maximum fahren zu müssen. Ich passierte das Ziel an 5. Stelle liegend. Im gleichen Rhythmus ging es weiter, ich befand mich immer in Kontakt mit der Spitzengruppe und fühlte mich ausgezeichnet. Leider bekundete ich in der dritten Runde einen Hinterraddefekt. Ich erwischte bei einem kleinen Sprung wohl einen Stein und landete somit zu heftig auf dem Hinterrad. Von Rang 7 spülte es mich ziemlich schnell nach hinten und ich erreichte in dieser Runde nur die 55. Rundenzeit. Ich gab jedoch nicht auf, nach dem Radwechsel in der Techzone versuchte ich möglichst schnell den Rhythmus wiederzufinden und machte mich auf die Aufholjagd. In der letzten Runde verbesserte ich mich dank der 4. besten Rundenzeit vom 16. noch auf den 11. Schlussrang.
Die Olympianorm war in Griffweite und bis auf die Runde mit dem Defekt, lag ich auch immer in der Norm. In einer Woche dann die letzte Chance beim Weltcup in La Bresse!

Tage der Entscheidung...

12. Mai 2012

In den nächsten 10 Tage entscheidet sich, ob ich an den Olympischen Spiele in London teilnehmen kann. Ich kämpfe am Sonntag im tschechischen Nove Mesto um eine Top 8 Rangierung und hoffe eine Woche später in La Bresse in den Vogesen erneut ein Top Ergebnis zu erreichen.
Um von Swiss-Olympic selektioniert zu werden brauche ich ein Weltcupresultat in den Top 8. Erreichen dies mehr als zwei Schweizerinnen muss ich natürlich noch unter den besten Zwei sein, um dann im August in London dabei sein zu können.
Die Rennen könnt ihr live verfolgen.
Am Sonntag ab 10:10 Uhr auf www.redbull.tv !

BMC Racing Cup in Solothurn vom 5. Mai 2012

8. Mai 2012

Am frühen Wochenende stand ich in Solothurn im Einsatz. Am Freitag durfte ich an einem Workshop von Odlo unserem Ausrüster teilnehmen. Fast lückenlos ging es dann vom Schloss Waldegg in den Schützengraben. Dort fand die Eröffnung der Bikedays mit dem Startschuss zum Sprintrennen statt. Den Vorlauf konnte ich gewinnen,im Final standen mir dann nationale sowie internationale Grössen gegenüber! Im engen Schatzengraben hatte ich etwas Mühe mich nach vorne zu kämpfen und zu guter letzt formte sich in meinem Kopf während der grossen Anstrengung einen Knopf und ich trompierte mich in der Rundenzahl. Ich rettete mich dann noch auf den 4.Rang.
Am Samstag stand ich dann am Start zum Elite Cross Country Rennen. Nach den kräfteraubenden Bundesligarennen war ich etwas wettkampfmüde. Ich finde es mental sehr schwierig jedes Wochenende an die absolute Leidensgrenze gehen zu können und so beschloss ich im Kopf das Rennen zu nehmen wie es kommt. Körperlich bleibt ein Rennen natürlich immer anstrengend! Anstrengend war es schon aus dem tief,nassen Schützengraben zu kommen,er sah eher wie ein Wassergraben aus. Obwohl es nicht mehr regnete, war stellenweise der Untergrund noch sehr nass,so mussten wir den ersten Aufstieg im Wald rennend bewältigen. Ich konnte mich bis über die Rennhälfte in der Spitzengruppe halten. In den flachen Zwischenstücke konnten immer wieder Fahrerinnen aufschliessen. So kam es vor,dass wir bis zu 12 Fahrerinnen in der Spitzengruppe waren. Erst in den letzten zwei Runden wurde das Tempo erhöht und genau da fehlte mir die notwendige Leidensfähigkeit! Ich musste meine Konkurrentinnen im letzten Aufstieg passieren lassen und verlor dann in der Abfahrt nach einem Abgang in die Büsche definitiv den Anschluss. Nach einem kurzen Stopp in der Techzone sah ich weder hinter noch vor mir eine Fahrerin und hatte so seine eher ruhige Zieldurchfahrt auf dem 9. Rang!

Bundesligarennen in Heubach (D) vom 29. April 2012

1. Mai 2012

Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team kam als Gesamtführende der MTB Bundesliga nach Heubach zum „Bike the Rock“. Ihr zweiter Platz im XC und dritter Platz im Sprint in der Vorwoche in Münsingen ließen erneut auf ein gutes Resultat hoffen. Trotz Atembeschwerden konnte sich Katrin von Beginn an mit Alex Engen auf den Plätzen fünf und sechs einreihen. In der vorletzten Runde konnte sie auf die Russin Irina Kalentieva auffahren und verbesserte sie sich damit auf Platz vier, ehe ihre auf Rang drei liegende Teamkollegin Lisi Osl mit einem Platten weit zurückfiel. Katrin Leumann konnte somit nach einem starken und beherzten Rennen mit Rang drei den verdienten Lohn einfahren. „Der Puls war nicht optimal, aber nachdem es letzte Woche schon so gut lief und auch heute ganz gut ging wird die Gesamtwertung interessant...“
©Armin Küstenbrück

Bundesligastart in Münsingen (D) vom 22. April 2012

24. April 2012

Münsingen gehört in Deutschland zum Frühlingsklassiker und so fanden einige internationale Fahrerinnen den Weg auf die Deutsche Alb. Auf der Startliste standen unter anderem Athletinnen aus Schweden, Dänemark, Deutschland und Norwegen.
Beim Sprintrennen am Samstag schafften es alle 3 Fahrerinnen vom Ghost Factory Racing Team ins Final. Katrin Leumann beklagte jedoch schlechte Beine und erfreute sich am guten 3. Rang. Gewonnen wurde der Sprint von ihrer Teamkollegin Alex Engen.
"Nur eine Woche nach so einem harten Rennen wie dem Weltcup in Houffalize fehlt mir manchmal die Mentale Stärke erneut die Leidensfähigkeit bis an die Grenzen auszuloten," meint Leumann.
Der Start zum Cross Country Rennen am Sonntag misslang ihr dann so ziemlich. Wahrscheinlich machten ihr die kalten Temperaturen zu schaffen, denn kurz vor dem Start ging ein heftiger Hagelregen nieder. Zum Start schien jedoch die Sonne wieder, aber die Beine waren noch kalt. Der erste Streckenteil war eher flach und technisch sehr einfach. Erst nach dem höchsten Punkt kamen die technischen Stellen, eine Abfahrt über rutschige Wurzeln, eine Passage über Wurzelstöcke und eine Kurvenkombination die ebenfalls mit vielen Wurzeln gespickt war. Danach ging es auf der Wiese hinunter in den kleinen Bikepark mit Anlieger Kurven, Brücken und kleinen Steinfeldern.
Bis zum höchsten Punkt konnte sich Katrin Leumann dann doch noch richtig aufwärmen und erreichte die Abfahrt bereits an 3. Stelle liegend. Leider konnte das Spitzenduo Annika Langvad und Gunn-Rita Dahle bereits eine Lücke herausfahren. Katrin Leumann musste aber ihren dritten Rang heftig verteidigen, da die Deutsche Lisa Brandau immer wieder von hinten drückte. "In den technischen Passagen konnte ich auf die zweit Platzierte immer wieder Zeit gut machen und mir einen guten Vorsprung auf die 4. Platzierte herausholen, doch im ersten Streckenteil lief es mir heute nicht optimal. Meine Beine drehten nicht so rund und es war ein einziger Kampf und ein Leiden", sagte Leumann.
In der 4. von fünf Runden setzte dann noch heftiger Regen ein und machte gewisse Streckenabschnitte zu einer unberechenbaren Schlitterpartie. Mit dem Gedanken, dass die anderen Athletinnen auch kalte Beine bekamen, kämpfte Leumann tapfer weiter, denn auf der letzten Runde wollte sie ihren Podestplatz auf keinen Fall mehr preisgeben. Technisch lief es ihr wirklich ausgezeichnet, sie machte keine Fehler und meisterte die Passagen mit Bravour. Nicht ganz so gut lief es der zweitplatzierten Dänin, Langvad. Sie rutschte mit dem Vorderrad auf einer Wurzel aus und schlug heftig gegen einen Baum. Just als sie sich wieder aufs Rad rappelte wurde sie von Katrin Leumann überholt. "Ich war mir gar nicht sicher, ob es wirklich Langvad war, denn da waren noch ein paar überrundete Fahrerinnen. Erst als sie wieder von hinten angeschossen kam und mich überholte, war ich mir bewusst, dass der 2. Platz zum Greifen nah ist", schilderte Leumann die Situation.
In der heiklen Kurvenkombination stieg Langvad vom Rad und rannte. Leumann konnte die Passage aber fahrend meistern und kam mit mehr Schwung hinaus wobei sie Langvad, die wieder aufs Rad aufsteigen musste, überholten konnte. Nun ging es nur noch hinunter ins Ziel, wobei es auf der Wiese durch den Regen sehr rutschig wurde. "Ich fuhr eine sichere Linie und erfreute mich, dass ich ohne Rutscher mich ins Ziel retten konnte", sagte Leumann. So wurde ihr Kampfgeist belohnt und sie konnte den zweiten Rang erben. Gunn-Rita Dahle fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause.

Nachtrag Olympiastreckenbesichtigung auf der Hadleigh Farm

23. April 2012

Vom Weltcup in Houffalize reisten wir direkt weiter nach London. Am Montag und Dienstag standen zwei Trainings auf der Olympiastrecke auf dem Programm. Gespannt nahmen wir die Runde, auf der wir im letzten Jahr schon ein Testrennen absolvierten, unter die Räder.
Wir stellten sehr schnell fest, dass die Verantwortlichen auf die Wünsche der Fahrer und der Teams eingingen und einige Stellen umgebaut oder erweitert haben. So ist der Start etwas offener und somit fairer gestaltet, die engen Kurven sind verschwunden und man kann sich meistens mit viel Zug den Aufstieg hinaufwinden. Zudem wurde ein ganz neues Steinfeld eingebaut, welches noch einige heikle Passagen beinhaltet. Am Dienstag kam dann der Regen auch nach London und so konnten wir die Strecke auch bei nasser Witterung kennenlernen. Es bleibt alles fahrbar, doch die Steine werden sehr rutschig und unberechenbar.
Für die Zuschauer ist die Strecke seht übersichtlich, da die Runde in offenem Gelände angelegt ist und es nur ganz wenige Bäume hat, die die Sicht verdecken könnten.
Die Runde hat für meine Vorlieben etwas zu kurze Abfahrten aber in einer guten Verfassung und guten Beinen, kann ich auch auf dieser Strecke schnell fahren!

Nachtrag Weltcup Houffalize

23. April 2012

Im Ziel wusste sie nicht, ob sie sich ärgern oder freuen sollte. Seit Offenburg im letzten Frühling war Katrin Leumann kein so gutes Weltcuprennen mehr gefahren wie im belgischen Houffalize. Sie hatte super Beine, Druck auf den Pedalen, einen guten Zug - alle Voraussetzungen für ein Topergebnis waren gegeben. Obwohl sie aufgrund des schlechten Resultats in Südafrika nur aus der 3. Startreihe ins Rennen ging und in der ersten Steigung laufen musste, weil sich die Fahrerinnen vor ihr stauten, fuhr sie schnell nach vorne und lag auf dem tollen sechsten Rang - als sie eineinhalb Runden vor Schluss zu schnell in eine Abfahrt ging, eine Kurve verpasste und ziemlich heftig über den Lenker stürzte. "Bis ich mich aufgerappelt habe und den Schnauf, den es mir zerschlagen hat wieder gefunden hatte, war die Gruppe natürlich weg", sagte sie und damit auch eine fast sichere Top 8 Platzierung. Dies wäre das Olympiaselektionskriterum.
Nach dem Sturz hatte Leumann Mühe den Rhythmus wieder zu finden und musste noch zwei Fahrerinnen passieren lassen. Unter diesen Umständen ist ihr elfter Platz in Houffalize ein hervorragendes Resultat. Es gibt ebenfalls Zuversicht und die Gewissheit, dass die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in London zum Greifen nah ist.

Weltcup in Houffalize vom 15. April 2012

15. April 2012

Katrin Leumann erreichte am Weltcup im Belgischen Houffalize ein Top Ergebnis. Auf Rang 6 liegend stürzte sie leider heftig. Sie kämpfte jedoch und erreichte noch den guten 11. Schlussrang!

Ostern im Tessin

14. April 2012

Über das Osterwochenende flüchtete ich mit meinem Freund Markus und meiner Trainingskollegin Sarah und Freund ins Tessin. Bei bestem Wetter absolvierten wir drei harte und lange Trainings. Dank der guten Gesellschaft, den vielen Sonnenstrahlen, den coolen Trails und der atemberaubenden Aussicht kam es uns jedoch gar nicht so vor. Die Zeit verging wie im Fluge, es blieben nur die schönen Erinnerungen.
Nun bin ich schon wieder unterwegs. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause und dem Dienstagabendrennen in Möhlin, ging es am Mittwoch weiter nach Belgien. Morgen findet hier in Houffalize der zweite Weltcup statt. Ihr könnt das Rennen live auf www.redbull.tv verfolgen. Ich starte um 11:30Uhr und bin um jeden gedrückten Daumen dankbar!

BMC Racing Cup in Buchs vom 1. April 2012

2. April 2012

Der Schweizer Saisonstart ist Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team durchaus gelungen.
Sie belegte am BMC Racing Cup in Buchs hinter der Olympiasiegerin Sabine Spitz und der Tschechin Tereza Hurikova den guten 3. Schlussrang.
Das Rennen war geprägt von vielen Positionsänderungen. Einzig Sabine Spitz fuhr ein einsames Rennen an der Spitze. Dahinter jedoch gab es immer wieder spannende Szenen und Positionskämpfe. Katrin Leumann konnte sich im Verfolgerduo halten bis sie in der zweiten Runde einen platten Hinterreifen bekundete. Beim Start- Zielgelände passierte sie auf einmal nur noch auf dem 5. Rang. Im verlauf der Runde konnte sie sich jedoch wieder nach vorne kämpfen und profitierte von einem Defekt der Tschechin. So kam es, dass Leumann nach nur einer Runde erneut auf dem 2. Rang passierte.
"Es lief mir sehr gut, schade, dass ich einen Platten hatte, der zweite Rang war in Griffweite. Ich profitierte jedoch auch, dass Tereza ebenfalls einen Defekt hatte", meinte Leumann. Die Tschechin fuhr danach ein starkes Rennen und realisierte in den letzten zwei Runden die Bestzeit. Bei Leumann kamen nach dem Radwechsel kleinere technische Probleme dazu. "Ich musste auf den letzten zwei Runden schauen, dass ich den 3. Rang sicher nach Hause bringe und dies ist mir gelungen", erklärte Leumann die schwächeren letzten Runden.
Aber erst das nächste Rennen zeigt genau, wo Leumann international steht. Ein Wochenende nach Ostern geht es zum zweiten Weltcup nach Belgien.

Trainingsblock

30. März 2012

Ein grandioser Trainingsblock bei herrlichem Wetter geht zu ende.
Die Tage nach dem Weltcup in Südafrika musste ich noch etwas ruhiger angehen. Die Entzündungen im Hals und den Ohren war noch nicht ganz abgeklungen und so schob ich ein zwei Ruhetag mehr ein. Danach konnte ich aber dem schönen Wetter nicht mehr widerstehen und ich freute mich auf jede wunderbare Ausfahrt der letzten Tage. Einmal zu Besuch in Sargans zeigte mir Sarah ihre verwinkelten, steinigen Trails, dann wieder im Züri Oberland über den Bachtel oder dann die längere Tour über die Hirzelkrete. Es war einfach traumhaft. Auch zu Hause in Basel spulte ich einige Kilometer auf der Chrischona, dem Gempen oder dem Blauen ab und dies schon bei sommerlichen 20 Grad. Nun ist die Trainingswoche bereits abgeschlossen. Morgen geht es zur Streckenbesichtigung nach Buchs im Rheintal und am Sonntag startet die Saison auch in der Schweiz mit dem BMC Cup.
Ich freue mich!

Weltcup in Pietermaritzburg (RSA) vom 17. März 2012

17. März 2012

Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team schlägt sich beim ersten Weltcup in Südafrika tapfer und belegt trotz grossem Handicap den guten 22. Rang.
Der Start war lange in Frage gestellt, denn nach einer einwöchigen Trainingspause wegen einer Erkältung mit starken Halsschmerzen erwischte Katrin Leumann dann noch eine Mittelohrentzündung.
"Ich entschied mich trotzdem für einen Start. Ich fühlte mich am Tag vor dem Rennen schon viel besser und ertrug auch die Vorbelastung ziemlich gut", meinte Leumann.
Der Start gelang ihr auch aus der dritten Reihe erneut sehr gut. Nach der ersten Runde kam Leumann auf dem ausgezeichneten 16. Rang zurück. "In den schwierigen technischen Passagen lief es mir sehr gut. Es machte richtig Spass. Heute fehlte mir einfach die Energie in den Zwischenstücken und den Aufstiegen", schilderte sie das Rennen.
Ab der dritten von 5 Runden drohte Leumann aus den Top 20 herauszufallen. Sie konnte das hohe Tempo von den Fahrerinnen, die von hinten aufschlossen zu diesem Zeitpunkt leider nicht mitgehen und verlor einige Plätze. Nach 1h40 Fahrzeit erreichte sie sichtlich erschöpft den 22. Rang.
Leumann wusste im Ziel noch nicht genau ob sie mit dem Resultat zufrieden sein soll, doch nach einigen Überlegungen kam das Lachen zurück.

Der erste Weltcup naht...

15. März 2012

Der Weltcupstart steht bei mir unter einem schlechten Stern. Nachdem ich die ganze letzte Woche wegen einer starken Erkältung mit Halsschmerzen pausieren musste, bekam ich in der Nacht auf Montag noch eine Mittelohrenentzündung.
Nach eingehenden Abklärungen bei Spezialisten, entschieden wir uns, dass ich trotzdem nach Südafrika fliege. Der Flug ging dann erstaunlich reibungslos und ich bekam den Druckausgleich immer irgendwie hin. Doch das Trainieren fällt mir noch schwer, die Medikamente machen mich müde und ich brauche viel Energie um auf der Strecke konzentriert und fokussiert zu bleiben. Aber es wird von Tag zu Tag besser und das Rennen ist ja erst am Samstag! We will see...

Sunshine Cup in Limassol

7. März 2012

Am Sonntag bestritt ich das letzte Rennen des Sunshine Cups auf Zypern. Ich fühlte mich jedoch nach den vielen Trainings und dem Etappenrennen ziemlich ausgelaugt und die Leidensbereitschaft war leider nicht mehr vorhanden. Ich versuchte trotzdem mein Bestes zu geben. Dies gelang mir zu beginn gar nicht mal so schlecht. Doch ich verlor schon in der ersten Runde viel Zeit. Meine Beine waren hart und sie drohten zu platzen. So war auf jeden Fall das Gefühl. Ich litt und kämpfte doch auch die Lunge war angeschlagen. Trotz keuchen und pfeifen war nicht mehr herauszuholen und so klassierte ich mich auf dem enttäuschenden 11. Rang.
Nach dem Rennen ging es direkt auf den Flughafen und ab nach Hause. Am Montag warteten wieder einmal die Kinder im Kindergarten auf mich...eine gute Abwechslung und Erholung von den vielen Trainingstagen.
©Andi Gilgen

Afxentia Sunshine Cup in Zypern vom 24.-26. Februar 2012

27. Februar 2012

Das 3-tägige Etappenrennen auf Zypern beinhaltet ein Zeitfahren, ein kurzer Marathon sowie ein abschliessendes Cross Country Rennen.

Am Freitag hiess es eine Runde auf dem Cross Country Kurs so schnell wie möglich zu absolvieren. Katrin Leumann startete mit einem kleinen Handicap, da sie sich Mitte der Woche stark erkältet hatte. "20 Minuten Vollgas, das sollte auch mit Erkältung irgendwie gehen", meinte Leumann. Und es gelang ihr sehr gut. Im stark besetzten Feld mischte sie vorne mit und belegte mit nur 2 Sekunden Rückstand aufs Podest den guten 4. Rang. "So kurze Rennen liegen mir sehr gut, da kann ich mich richtig gut quälen und es macht mir auch richtig Spass."

Am Samstag ging es mit einem knapp 40km langen Rennen weiter. Die Strecke führte zuerst auf breiten Forststrassen mal hoch mal runter bevor es dann über einen fast 10km langen Singletrail hinauf zum höchsten Punkt ging. Leumann konnte den ersten Tempo Verschärfungen gut mitgehen, verlor dann aber kurz vor dem langen Anstieg den Anschluss und brach etwas ein. Sie lag zwischenzeitlich nur noch knapp in den Top 10, konnte dann aber in der langen und technisch anspruchsvollen Abfahrt wieder aufholen und überholen. In den letzten hügeligen Kilometern der Runde konnte Leumann nochmals aufdrehen und fuhr mir 5 Sekunden an den 4. Rang heran. "Mit dem 5. Rang bin ich sehr zufrieden, habe ich doch noch sehr wenig Erfahrung mit solch langen Rennen, die nicht aus Runden bestehen", meinte Leumann immer noch merklich erkältet. "Nun gilt es sich gut zu erholen, ich weiss nicht, ob mir dies gelingt."

Die Befürchtungen waren umsonst. Auch beim abschliessenden Cross Country Rennen konnte Leumann ihre Stärken ausspielen. Leider hatte sie zur Rennhälfte einen kleinen Hänger. "Als es auf der Anzeigetafel hiess noch 3 Runden, da fehlte mir einfach die Vorstellungskraft, wie ich dies noch schaffen sollte", verriet Leumann, "kaum dachte ich mir das, fiel mein Tempo etwas zusammen und ich wurde gleich von 2 Fahrerinnen überholt." Zum Glück kamen die Kräfte zum Schluss des Rennens wieder zurück, mit einer beherzten Aufholjagd gelang es Leumann erneut den 5. Rang zu erkämpfen.

Dies ergab dann auch der 5. Rang in der Gesamtwertung. Als Siegerin feiern lassen durfte sich die Marathonweltmeisterin Annika Langvad vor der Tschechin Tereza Huricova und der Deutschen Olympiasiegerin Sabine Spitz.
©Andi Gilgen

Saisonstart in Zypern

20. Februar 2012

Die Saison startet im 2012 sehr früh. Der erste Weltcup findet bereits mitte März statt und so nützen viele Fahrer die Rennen hier in Zypern.
So standen nicht weniger als 8 nationale Meisterinnen am Start. Unteranderem auch die Marathonweltmeisterin Annika Langvad oder die Olympiasiegerin Sabine Spitz.

Katrin Leumann möchte die Rennen als sehr intensives Training nützen und sieht den Aufenthalt in Zypern als gute Vorbereitung auf den ersten Weltcup in rund 3 Wochen.
Der Start in die neue Saison ist ihr sehr gut gelungen. Sie erreichte im starken Feld den 5. Rang und hatte nicht einmal 10 Sekunden Rückstand auf den 3. Rang.
„In der ersten Runde konnte ich das hohe Tempo leider noch nicht mitgehen und verlor den Anschluss an die Spitzengruppe. Je länger das Rennen jedoch dauerte desto besser kam ich in Fahrt und holte Zeit auf. Die viert Platzierte war in der letzten Runde immer in Sichtweite“, schilderte Leumann das Rennen. Durch einen Defekt der 2. Platzierten Tereza Hurikova wäre sogar ein Platz auf dem Podest in Greifnähe gewesen. „Ich versuchte nochmals alles und quälte mich den letzten Berg hinauf, leider reichte es noch nicht“, sagte Leumann im Ziel noch ganz ausser Atem.
Das Rennen wurde von der Dänin Annika Langvad gewonnen, vor der Olympiasiegerin Sabine Spitz und Tereza Hurikova.

Am Freitag gehen die Rennen hier auf Zypern mit einem Etappenrennen weiter. Nach dem Zeitfahren steht ein Point o Point Rennen auf dem Programm und am Sonntag wird die Serie mit einem normalen Cross Country Rennen abgeschlossen.
Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team wird auch dann wieder am Start stehen.

Klimaanlage

1. Februar 2012

Wir haben tatsächlich das volle Programm noch durchziehen können. Als erstes nahmen wir die 4Pässefahrt unter die Räder. Eine wunderschöne Runde, die auch eine etwas andere Gegend zeigt, die Berge und das fruchtbare Land dahinter. Nach 4 einhalb Stunden 120 Kilometern und nicht mal 2000 Höhenmetern bogen wir wieder nach Stellenbosch ein.
Wir waren zum Sightseeing in Capetown, gingen zum Shoppen in die Waterfront und bekamen durch meinen Bruder auch noch ein paar historische und kulturelle Imputs. Am Samstag stand dann die nächste fantastische Rennvelorunde auf dem Plan. Die Fahrt von Simon's Town zum Kap der Guten Hoffnung und zum Cape Point war zwar sehr, sehr windig, doch das türkis-blaue Meer und die exotischen Tiere boten gute Abwechslung. Auf dem Weg nach Kapstadt über den Chapman's Peak Drive genossen wir dann den geliebten Rückenwind.
Auch an unserem Abreisetag unternahmen wir noch eine nun schon traditionelle Trainingseinheit. Da der Kühlschrank in der Mietwohnung schon leer sein muss, radelten wir mit nur einem kleinen Imbiss zur gut eine Stunde entfernten Fairview Farm und genossen dort ein ausgiebiges Frühstück. Ein würdiger Abschluss und ein guter Ort um die 3 Wochen Trainingslager nochmals revue passieren zu lassen. Es war eine grossartige Zeit, mit vielen Schweisstropfen, einigen Kilometern, schönen Erinnerungen und guten Begegnungen. Eine solide Basis für die Saison 2012 ist gelegt.
Nun müsste nur noch jemand die Klimaanlage in der Schweiz ausschalten...

Noch 6 Tage...

25. Januar 2012

Die Tage vergehen wie im Flug und die Zeit rennt uns davon. Darum sind wir nun daran unsere letzte Woche hier in Südafrika minuziös zu planen. Wir wollen die verbleibenden Tage noch möglichst optimal nützen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel "auf der Goat Farm frühstücken", "Sightseeing in Capetown", "die Runde 4 Passes" und "mit dem Rennvelo ums Kap der guten Hoffnung fahren".
Es wird uns bis zur Abreise sicher nicht langweilig und ich bin sicher, dass ich euch danach wunderschöne Eindrücke weitergeben kann. (Sobald die Internetverbindung etwas leistungsfähiger wird!)
Auf dem Bild seht ihr eine Bikeausfahrt in Jonkershoek, dem nahegelegenen Naturreserve.

Südafrika

18. Januar 2012

In den letzten Tagen war es hier fast unterträglich...Wir kamen hier in Südafrika nicht nur beim Trainieren ins Schwitzen sondern auch beim Relaxen. Das Thermometer stieg nun einige Tage bis 40 Grad, da ist man um jeden Windhauch dankbar.
Vor einer Woche unternahmen Sarah und ich unsere erste Ausfahrt um Stellenbosch. Das Wetter zeigte sich damals gar nicht Südafrikanisch. Es war bewölkt und nur knapp über 20 Grad. Um sich anzuklimatisieren gerade ideal, doch dem lange Flug hinterliess auch in den Beinen ermüdende Spuren. Es lief zuerst überhaupt nicht, denoch quälten wir uns die Strassen entlang.
Am Sonntag wurden wir von einem fast einheimischen Kolleg eingeladen ca. eine Stunde von Stellenbosch biken zu gehen. Es war der erste heisse Tag und wir kamen genau in die Mittagssonne. Doch die abwechslungsreichen Trails machten die Hitze erträglich. Nach einer Abkühlung im Bach ging es dann auch etwas besser.
Wir entschieden uns die nächsten Tage auch auf dem Bike zu verbringen und so vertrieben wir uns die Zeit in Jonkershoek oder gingen mit Jenni von iRide Afrika nach Wellingten. An die drückende Hitzen gewöhnten wir uns schnell und so radelten wir auch in Wellingten bei windstillen Verhältnissen bei 40 Grad durch die Büsche! Schatten von grossen Bäumen gibt es hier leider keine!
Die nächsten Tage soll es dann wieder schön abkühlen und es sind nur noch 30 Grad zu erwarten...

Telebasel-Beitrag von der SM

13. Januar 2012

Unter folgendem Link könnt ihr den Beitrag vom Telebasel zur Radquer SM anschauen!

http://www.telebasel.ch/de/tv-archiv/&id=360368815

Radquer SM in Beromünster vom 8. Januar 2012

8. Januar 2012

Erneut Vize-Schweizermeisterin im Radquer!

Katrin Leumann gewann an den Schweizermeisterschaften im Radquer wie die letzten 4 Jahren die Silbermedaille. Eigentlich erwartete man ein spannendes Rennen zwischen der Schweizermeisterin Jasmin Achermann und Katrin Leumann, war doch noch vor 6 Tagen beim Rennen in Bussnang der Abstand nur 7 Sekunden zwischen den zwei Fahrerinnen.
Katrin Leumann fand nach dem Start jedoch nicht sogleich den hohen Rhythmus und konnte dem Tempodiktat von Achermann nicht folgen. Leumann fiel zwischenzeitlich auf den 4. Rang zurück währenddem Jasmin Achermann vorne alleine wegfuhr. "Ich konnte heute nicht so schnell Dampf machen und kam erst nach der ersten Runde so richtig in Fahrt. Da war es leider schon etwas spät, um im Kampf um den Sieg noch ein Wörtchen mitreden zu wollen", meinte Leumann.
Achermann fuhr ein sehr starkes Rennen und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Katrin Leumann konnte in der Verfolgergruppe das Tempo bestimmen und nach 3 Runden fuhr sie alleine an zweiter Stelle. Das nasskalte Wetter und der tiefe Boden kamen Leumann nicht entgegen. Sie fährt lieber mit kleinen Gängen und einer hohen Trittfrequenz, der klebrige Schlammboden verlangt jedoch ein kraftvolleren Einsatz. Trotzdem konnte sich Leumann den zweiten Rang deutlich vor Lise-Marie Henzelin sichern.
"Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden. Mehr lag heute bei diesem Wetter und den Gegebenheiten nicht drin."

Radquer in Bussnang vom 2. Januar 2012

3. Januar 2012

Das Rennen in Bussnang am Berchtholdstag gehört schon fast der Tradition an. Beim abschliessenden Training, ein Tag vor dem Rennen, fühlte ich mich nicht wirklich gut. Die Beine wollten nicht ganz so leicht drehen wie ich mir das vorgestellt habe. Das 2 ständige Langlauftraining hinterliess ein wenig seine Spuren :-)
Die Strecke in Bussnang war wie in den letzten Jahren. Nach dem schleichenden Aufstieg auf Teer in Richtung Ziel kam man um zwei Ecken auf Kiesweg bevor es die steile Wiesenabfahrt hinunter ging. Die sehr steile Abfahrt war auch in diesem Jahr durch den aufgeweichten Boden sehr knifflig. Den Aufstieg musste man dann zu Fuss bewältigen und dass man den Abhang überhaupt hoch kam, wurden noch ein paar Stufen eingebaut. Nach dem kräfteraubenden Aufstieg kam man über Wiese und Kiesweg flach zum Stadler Rail Aufstieg. Danach folgte eine Wiesenpassage am zweiten Wechselposten vorbei und man kam wieder auf die Teerstrasse hinauf zum Ziel.

Ich versuchte schon beim Start die Führung zu übernehmen, was mir auch gelang. Das hohe Tempo in der ersten Runde trennte bereits früh die Spreu vom Weizen und wir waren nur noch ein Duo an der Spitze. Jasmin Achermann und ich führten das Feld an. Dahinter kämpfte die Französin Morel um den Anschluss, manchmal fuhr sie heran, verlor den Kontakt dann aber schnell wieder. Ab der dritten Runde setzten wir uns aber definitiv ab. Jasmin Achermann konnte sich einen kleinen Vorsprung von 5 bis 15 Sekunden herausfahren. Leider konnte ich die Lücke nie ganz schliessen und fuhr mit praktisch den selben Rundenzeiten hinterher. In der letzten Abfahrt unterlief mir dann noch ein kleines Malheur. Ich rutschte mit dem Hinterrad weg und beim Ausgleichen schlug ich mir das Knie am Vorbau an. Schmerzhaft wars aber es ging im Schlussgefecht schnell vergessen. Aber der Abstand zu Achermann wurde dadurch natürlich auch nicht kleiner. Bis ins Ziel fehlten dann nur 7 Sekunden.
Vor wenigen Wochen habe ich noch über 2 Minuten auf Jasmin Achermann, die eine sehr gute Weltcupsaison fährt, verloren, nun sind es nur noch wenige Sekunden.
Die Hauptprobe für die SM am Sonntag in Beromünster ist also geglückt und es liegt ein spannendes Rennen vor uns!

Adieu Bellwald...

3. Januar 2012

Die weiteren Tage in den Skiferien in Bellwald waren dann noch von viel Schnee gekennzeichnet. Am Freitag wollte ich einen ganzen Tag auf den Langlaufskis im Goms verbringen, doch durch den Schneefall in der Nacht musste ich zuerst auf das Snowboard! Es war super schön, wieder einmal durch den Neuschnee zu surfen...und da es windete und der Sessellift vom Dorf ins Skigebiet geschlossen wurde, waren wir nur ca. 30 Personen im ganzen Gebiet! Das gab mehrere Tiefschneeabfahrten ohne dass bereits alles verfahren war! Am Nachmittag lagen dann noch 2 Stunden auf den schmalen Latten drin. Wir wurden zwar mit der Runde bis zum Eindunkeln nicht fertig, aber wir blieben auch im Dunkeln standhaft...
Auf den 31. Dezember fiel dann erneut eine Menge Schnee! Vor der Abfahrt nach Jona, mussten wir das Auto erstmal ausbuddeln. Zum Glück habe ich so ein grosses Auto, es war das einzige, welches man noch erkannte! In weiser Vorausahnung hatten wir nach dem Langlaufen, den Parkplatz noch ausgeschaufelt und die Schneeketten auf den Rädern gelassen...dies kam uns dann zu Gute!
Es herrschte von Bellwald bis nach Brig ein Schneekettenobligatorium! Die Furkaverladestation war wegen Lawinengefahr und Sturm geschlossen, ebenfalls geschlossen wurde der Verlad am Lötschberg und so blieb mir nichts anderes überig als über Vevey-Bern-Zürich zu fahren. 5.5Stunden dauerte die Fahrt vom verschneiten Märchendorf in das verregnete Gebiet..Rüber gerutscht ins 2012 sind wir aber auch im Regen sehr gut...
© katrinleumann.ch, 2016-01-26 09:39
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