Bereit für einen versöhnlichen Abschluss

20. November 2016

Nachdem ich einsehen musste, dass ich meinem Körper in den letzten 1 ½ Jahren zu viel zugemutet habe, gab ich ihm nun die Ruhe und Erholung, welche er eigentlich nach dem langen Spitalaufenthalt benötigt hätte. Ganz ohne Sport hielt ich es aber nicht aus und so unternahm ich atemberaubende Biketouren, die während der Saison immer zu kurz kommen. Ich genoss es ohne Pulsuhr, ohne zu müssen und ohne Druck die schönsten Trails der Schweiz zu erkunden und konnte die ganze Passion des Bikesports aufsaugen. Das Bikefeuer in meinem Herzen ist noch nicht erloschen und nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, dass meine Karriere einen versöhnlichen Abschluss verdient hat. Ich möchte nicht aufgeben und möchte den schwierigen und steinigen Weg der Versöhnung annehmen. Ich freue mich auf voraussichtlich zwei weitere Jahre im Mountainbike Zirkus und erhoffe mir mit einer WM Teilnahme in der Lenzerheide 2018 einen schönen Abschluss zu finden.
Seit diesem Sommer dreht sich dennoch nicht mehr alles nur um den Sport. Ich habe Ende August wieder eine Teilzeitstelle in einem Kindergarten angenommen und geniesse die Abwechslung in meinem Alltag. Es war eine wunderbare Zeit des Profidaseins, die ich nicht missen möchte, aber es hat mir immer etwas gefehlt. Ich bin zwar die Spitzensportlerin aber nicht die Profisportlerin.
Das „normale“ Berufsleben gibt mir den nötigen Ausgleich um im Sport wieder zur alten Stärke zu finden. Mit viel Elan und neu gewonnener Energie geht es nun daran die kommende Saison vorzubereiten. Mein erstes Rennen werde ich im Berner Oberland bei meinem Ausrüster Sputnik Bikeshop bestreiten. Das Snow Epic in Gstaad ist aber erst ein abenteuerlicher Einstieg, bevor es mit einem Trainingslager in Südafrika so richtig los geht.
Weiterhin darf ich auf die grosszügige Unterstützung von Jenzer Fleisch- und Feinkost AG zählen sowie auf KMU Jobs, die weiterhin meinen Helm zieren.
Den nationalen Renneinstieg plane ich beim Proffix Swiss Bike Cup am 9. April in Rivera bevor es dann Ende Mai mit den Weltcup Rennen in Nove Mesto (Tschechien) und Albstadt (Deutschland) so richtig los geht. Mein Ziel ist es mich in der Weltrangliste wieder nach vorne zu schieben. Mit guten Leistungen möchte ich meine Startposition verbessern und dann Schritt für Schritt auch die Rangierungen in den tieferen zweistelligen Bereich bringen.
Die erste Trainingswoche liegt bereits hinter mir und verursachte schon den einen oder anderen Muskelkater...genau nach meinem Gusto.

Der verzweifelte Versuch eines erfolgreichen Comebacks...

22. Juli 2016

...den ich zur Zeit als teilweise gescheitert annehmen muss. Teilweise darum, weil ich nicht fähig war in den letzten 1 ½ Jahre mein Leistungsvermögen wieder auf Weltniveau aufzubauen. Blendet man die Resultate aus, war es jedoch unglaublich was ich besonders im letzten Jahr trotz der langen Bettlägerigkeit doch noch zustande brachte. Wenn ich zurück denke wird mir klar, dass ich viel zu früh viel zu viel wollte. Die Ärzte prognostizierten, dass ich die Saison vergessen könne, vielleicht sei es möglich ende Saison noch ein Rennen zu fahren. Es kam jedoch alles anders.

Bereits 10 Tage nach der Spitalentlassung, als ich noch kaum fähig war alleine den Alltag zu bewältigen, flog ich für ein Fotoshooting mit meinem damaligen Team nach Zypern. Ebenfalls in Zypern strampelte ich bereits wieder die ersten Kilometer auf dem Bike ab und kaum war ich wieder zu hause ging es mit der Nationalmannschaft in die Toskana. Zum Erstaunen aller brauchte ich kein Sonderprogramm sondern spulte die Trainings in der Gruppe ab.

Damals ging es auch einfach. Ich machte schnell grosse Fortschritte und der Traum von der Teilnahme an den ersten europäischen Spielen in Baku und einer dritten Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio blühte wieder auf. Es gab keinen erkenntlichen Grund zurück zu stecken. Ich wollte dem Druck von meinen Zielen und meinem Team standhalten, ich wollte wieder Rennen fahren.

Ende Mai 2015 stellte ich mich der Herausforderung eines Weltcuprennens, welche ich mit dem 35. Rang erfolgreich meisterte. In meiner Vorstellung sollte das Comback in den gleich grossen Schritten weitergehen. Ich glaubte daran in weiteren zwei Monaten bei den Weltcups in Übersee wieder vorne dabei zu sein.

Die Enttäuschung war gross und ist immer noch da. Ich konnte seither mein Leistungsniveau nicht mehr erhöhen und stagnierte. Ich versuchte für die Saison 2016 nochmals alles zu geben. Ich hatte einen sehr guten Winter und eine planmässige Vorbereitung, doch die gesteckten Ziele konnte ich bei weitem nicht erreichen, ohne auf den ersten Blick ersichtlichen Grund.

Wenn ich aber in Gedanken nochmals zurückschweife wird mir klar, dass ich mir und meinem Körper viel zu viel zugemutet habe. Mir wurde erst im Nachhinein bewusst wie schlecht es mir gesundheitlich erging und wie knapp ich daran vorbeigeschrammt bin, dass ich überhaupt noch hier sein darf.

Und so äussert sich das beim Rennen fahren. Obwohl ich ein 6-gang Getriebe hätte, schiebt mir der Motor im fünften Gang einen Riegel. Bis hier her und nicht weiter es fühlt sich wie ein Sicherheitsventil an.

Mein Fazit daraus ist, dass ich nun dem Körper die verdiente Pause gönne und ausser dem Rennen am Bikefestival Basel vom 28. August keine Rennen mehr plane für diese Saison.

Wer mich gut kennt weiss aber auch, dass ich dran bleiben werde und für die Saison 2017 die Vorbereitungen gut erholt ende Jahr in Angriff nehmen werde. So schnell gebe ich nicht auf...weiter geht’s und ich freue mich darauf!

Weltcup in der Lenzerheide vom 10. Juli 2016

12. Juli 2016

Eine weitere Enttäuschung für Katrin Leumann vom Team goldwurst-power / Sputnik mit einem kleinen Lichtblick.
Am Sonntag startete Katrin Leumann am Weltcup in der Lenzerheide. Die Strecke war praktisch identisch wie vor einem Jahr. Nach dem Start ging es erstmals auf einer Asphaltstrasse hinauf zum höchsten Punkt. Nach einer kurvenreichen Abfahrt ging es weiter über wellige Wiesen zum Lenzerheide Sprung und über die Näf Kante, bei der man über einen Stein gut 1.5 Meter hinunter springt. Nach dem Dual Slalom fährt man hinein in den Wald. Über Stock und Stein kämpfen sich die Athleten wieder zurück zur Rothornstation. Nach einer weiteren Schleife, die zwar kaum Höhenmeter aufweist aber durch die vielen Wurzeln und Kurven sehr kräfteraubend ist kommt man wieder bei Start und Ziel vorbei.
Aus der vierten Startreihe startend gelang Leumann ein ausgezeichneter Start. Mit der Startnummer 39 gelang es ihr sich geschickt durch das Feld zu schlängeln und platzierte sich am höchsten Punkt bereits in den Top 20. „ Endlich gelang mir wieder einmal ein guter Start. Ich war in kein Gerangel verwickelt und musste mich beim ersten Trail nicht anstellen“, erzählte Leumann. Der Weg war demnach frei für ein gutes Resultat. Leider ging nach dem guten Start aber nicht mehr viel. „Ich gab alles und kämpfte, doch die Konkurrenz flog mir um die Ohren und ich hatte kein Mittel zur Gegenwehr“, erklärte Leumann, „auf der welligen Strecke hatte ich grosse Mühe die Kraft auf die Pedale zu bringen. Ich mag es nicht so, wenn es weder hoch noch runter geht.“ Im Ziel resultierte der 42. Rang. Leumann hatte am Freitag noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, was eine mögliche Erklärung für den Einbruch sein könnte, dennoch gelingt ihr seit der Verletzung und dem Spitalaufenthalt im letzten Jahr kaum mehr ein Rennen nach Wunsch. „Klar ist es deprimierend, wenn es einfach nicht mehr vorwärts geht. Ich konnte leistungsmässig kaum Fortschritte verzeichnen obwohl ich das Gefühl habe alles dafür gemacht zu haben“, sagt Leumann. Aber so schnell möchte Leumann nicht aufgeben. Am Sonntag steht die Schweizermeisterschaft in Echallens auf dem Programm und danach gibt es eine Rennpause, in der weitere Schlüsse gezogen werden können.

Gigathlon vom 11. und 12. Juni 2016

13. Juni 2016

Goldwurst-Power am Gigathlon 2016

Es ist bereits Tradition, dass Goldwurst-Power am Gigathlon präsent ist und so wurde auch für dieses Jahr wieder ein Team of Five gemeldet.
Leider schien das Projekt bereits im Vorfeld zu scheitern, zwei Athleten fielen durch Verletzungen aus und die Schwimmerin konnte sich für einen Weltcup qualifizieren, was natürlich Vorrang genoss. Zwei Wochen vor dem Start wurde alles unternommen um doch noch ein Team auf die Beine zu stellen.
Vom ursprünglichen Team geblieben ist die Top Inlinerin Sabrina Rossow. Sie war schon mehrmals dabei und findet den Anlass so grossartig, dass auch die weite Anreise aus Weimar sie nicht an einer Teilnahme hindern konnte.
Célestine Zimmermann sprang für ihre Trainingspartnerin ins Wasser und sammelte erste Erfahrungen im OpenWater schwimmen. Jan Schär wurde vom Bike auf das Rennvelo umgesetzt damit Katrin Leumann die Bikestrecke unter die Räder nehmen konnte. Um einen Läufer mussten das Team lange bangen. Doch mit Sascha Gwerder sprang sogar ein Einheimischer ins Boot.
Das Hauptquartier des Gigathlons 2016 befand sich in Erstfeld von wo es am Samstag zum Start ins Tessin ging. Die Schwimmerin und die Inlinerin machten sich im Morgengrauen auf den Weg nach Tenero. Und die Hiobsbotschaft liess nicht lange auf sich warten. Wegen einem Gewitter im Tessin konnten die Schwimmer nicht ins Wasser gelassen werden und so mussten sie als Ersatz einen 11km Lauf bewältigen. Célestine Zimmermann begab sich somit auf ihre ersten 11km zu Fuss. Mit einer kämpferischen Leistung und viel Muskelkater bewältigte sie die ungewohnte Disziplin und übergab an 288. Position an Sabrina Rossow. Unheimlich geschickt flitzte sie mit ihren Rollen unter den Füssen über die Magadino Ebene. „Es war abenteuerlich. Auf den 40 Kilometern hatten wir nebst einem Fussballfeld auch noch eine Treppe zu bewältigen, was für Inliner doch eher ungewohnt ist“, meine Sabrina. Mit der 3. besten Zeit brachte sie das Team bis auf den 50. Rang nach vorne!
Katrin Leumann übernahm in Biasca den Zeitmesschip und führte das Rennen auf dem Bike fort. Es standen nur wenige Bikerinnen in der Wechselzone, denn bei den 5er Teams werden die zwei Pflicht-Frauen meistens beim Schwimmen und Inlinen eingesetzt, da es dort zeitmässig am Wenigsten zu verlieren gibt. Doch Leumann liess sich nicht daran hindern in die Männerdomäne einzubrechen. Mit einem guten Rhythmus bewältigte Leumann die 48km und 1900 Höhenmeter nach Airolo erstaunlich schnell und übergab bereits an 9. Stelle an Jan Schär. Mit dem Rennrad ging es weiter über Nufenen und Furka nach Göschenen. „Den ersten Pass bin ich hochgeflogen, danach musste ich dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen“, erklärte Jan in der Wechselzone. Mit seinem Effort brachte er das Team bis auf den 6. Rang nach vorne. Sascha Gwerder, der Bergläufer, begab sich auf ungewohntes Terrain. Von Göschenen ging es mehrheitlich hinunter nach Erstfeld, ihm wäre die umgekehrte Richtung natürlich lieber gewesen. Den 6. Rang konnte er aber sicher nach Hause rennen und damit den ersten Tag abschliessen.
Am Sonntag wurde nun planmässig im Wasser gestartet. Da das Wasser jedoch noch zu frisch war, wurde die Strecke auf 1.5km gekürzt. Célestine viel ein Stein vom Herzen, dass sie nicht mehr die Laufschuhe schnüren musste und nun in ihrem gewohnten Element agieren konnte. Sie hatte sich gegen viele Ellenbogen durchzusetzen, starteten doch weit über 200 Teams zum zweiten Tag. Etwas durchfroren stieg Célestine nach 24:34 Minuten aus dem Wasser und schickte die Inlinerin auf weitere 22km. Einmal mehr spielte Sabrina ihr Können aus und stellte mit einer hervorragenden Leistung Bestzeit auf. Weiter ging es mit dem Rennvelofahrer. Von Erstfeld ging es ein erstes Mal über den Klausenpass nach Linthal. Nach einer Wende im Dorf und dem kurzen Besuch im Kanton Glarus ging es gleich ein zweites Mal über den Klausenpass wieder zurück nach Erstfeld. Mit 103km und 2800 Höhenmeter stellte auch am Sonntag diese Disziplin die sogenannte Königsetappe dar.
Passend zum Wetter, welches sich nach erstaunlich viel Sonnenschein wieder grau und nass zeigte, wurde auf die Bikestrecke gewechselt. Katrin Leumann musste einmal die Eggberge umrunden. Zuerst ging es auf der Südflanke hinauf bis auf 1800 Meter über Meer. Der Höchste Punkt war nach 26km beim Grossen Felschsee erreicht. Durch den Nebel blieb den Athleten der schöne Blick über den Vierwaldstättersee verwehrt. Auf breiten und steilen Kieswegen ging es wieder hinunter nach Altdorf und auf der Fläche zurück nach Erstfeld. Katrin bewältigte die 45km erneut mit der 11. Zeit unter allen Bikern und übergab an 6. Stelle an den Schlussläufer. Sascha Gwerder kämpfte sich über den flachen Halbmarathon. „Ich war schon ziemlich nervös. Ich wollte natürlich den 6. Rang nach Hause bringen, fühle mich aber auch in der Fläche nicht ganz so wohl“, schilderte Sascha sein Befinden. Erleichtert kam er dann mit einem guten Vorsprung auf die Verfolger in Richtung Ziel wo er von seinem Team auf den letzten Metern begleitet wurde. Ob erfahrene Gigathletin oder als Ersatz eingesprungen freute sich das ganze Goldwurst-Power Team nach zwei harten Tage über den guten 6. Schlussrang.

Fakten:
Kein Team machte so viele Plätze gut...von Rang 288 nach der ersten Disziplin auf 6 bis ins Ziel.
Kein Team konnte sich mit 3 Frauen so weit vorne platzieren!
286 Teams fanden den Weg ins Ziel.
2. Goldwurst-Power Team beendete den Gigathlon auf dem 52. Rang

Weltcup in La Bresse (F) vom 29. Mai 2016

31. Mai 2016


Der Traum von der dritten Teilnahme an Olympischen Spielen ist für Katrin Leumann vom Team Goldwurst-Power / Sputnik leider geplatzt.

Auch beim zweiten Weltcup gelang es der Riehenerin nicht die geforderte Platzierung einzufahren. „Irgendwie ist es einfacher zu akzeptieren, wenn man so deutlich scheitert, als damals im 2008 als ich die Selektionskriterien erfüllte und trotzdem nicht mit nach Peking konnte“, schildert Leumann die Situation, „ich habe mich optimal auf diese Saison vorbereitet und habe alles einer möglichen Selektion untergeordnet aber scheinbar ist mein Körper einfach noch nicht auf dem Niveau um solche Leistungen zu erbringen. Die Saison geht aber auch ohne die Olympischen Spiele weiter.“

Das Weltcuprennen in den Vogesen begann merklich schlecht für Katrin Leumann. Obwohl sie sich einen guten Start vornahm und offensiv fahren wollte als gäbe es nur die erste Runde überquerte sie nach Rund 20 Minuten zum ersten mal die Ziellinie nur auf dem 59. Rang.
„Ich hatte den Startschuss noch in den Ohren und schon war ich mitten im ersten Schlenker und auf den Bremsen“, meinte Leumann. Irgendwie erwischte sie durchgehend die falsche Linie und musste mehrmals abbremsen oder sogar absteigen, weil es vor ihr ein Gerangel gab. „Ich kam einfach nicht nach vorne und musste mich dann beim ersten Trail hinten anstellen und im Gänsemarsch vorwärts laufen. Da habe ich schon einige Minuten liegen gelassen“, erklärte Leumann.
Nach dem langen Anstieg, der nur durch eine kurze Abfahrt unterbrochen wurde, ging es dann im zick zack über Felsen, Absätze, Steine und Wurzeln wieder hinunter in Richtung Tal. Die gut 4km lange Runde forderte den Athleten alles ab. Es galt nach dem langen Anstieg die Konzentration zu behalten um die knifflige Abfahrt und die harten Gegensteigungen gut zu meistern. Das nächtliche Gewitter liess ein paar Sumpflöcher noch etwas tiefer werden aber im Allgemeinen war die Strecke in sehr gutem Zustand. Katrin Leumann kam mit den Bedingungen sehr gut zurecht und meisterte die Abfahrten ohne Sturz. Leider konnte sie ihr technisches Fahrkönnen nicht optimal ausnützen, denn meistens verhinderten Fahrerinnen vor ihr die freie Fahrt. Runde für Runde versuchte sich Leumann nach vorne zu kämpfen, leider mit bescheidenem Erfolg. Erst in der fünften und letzten Runde gelang es Leumann die ganze Abfahrt flüssig hinunterfahren. Im Ziel leuchtete dann die Zahl 41 auf. „Sicher nicht das was ich mir erhoffte. Ich wollte mich gegenüber Albstadt verbessern, doch dies gelang mir nach dem schlechten Start nicht mehr“, erklärte Leumann.

Weltcup in Albstadt vom 22. Mai 2016

23. Mai 2016

Vor einem Jahr bildete der Weltcup in Albstadt nach der langen Krankheitszeit den Wiedereinstieg und vor 3 Jahren konnte Katrin Leumann auf dieser Strecke mit dem 3. Rang ihr bisher bestes Weltcupresultat einfahren. Intensive emotionale Erinnerungen sind somit für die Goldwurstpower Fahrerin an diesen Ort gebunden und solche Emotionen wollte sie auch in diesem Jahr wieder einfahren.

Die Strecke wurde nur minim verändert, doch die Streckenänderung wurde gerade für Fahrerinnen aus den hinteren Reihen merklich verbessert. So wurde die Startrunde direkt das steile Bullentäle hinauf geführt, was zu weniger „Stau“ zu beginn des Rennens führte. Davon profitierte auch Katrin Leumann, denn mit der Startnummer 53 musste sie von ziemlich weit hinten ins Rennen starten. „Ich habe mich im Vorfeld mental gut vorbereitet und mich intensiv damit auseinandergesetzt, dass der Start sehr schwierig werden wird. Ich konnte ruhig bleiben und nahm es gelassen auch wenn ich abstehen und warten musste“, schilderte Leumann den Beginn des Rennens. Weiter meinte sie, dass es sehr schwierig war in den ersten Runden in einen guten Rhythmus zu kommen. In den kurvenreichen Aufstiegen gab es immer wieder einen Handorgeleffekt und man musste immer wieder abbremsen obwohl es bergauf ging. „Ich denke auch in den Abfahrten habe ich mich geschickt verhalten. Als wir noch Fahrerin um Fahrerin aufgefädelt wie eine Perlenkette die Strecke entlang kämpften nahm ich bei einer schwierigen Passage auch schon mal die Umfahrungsstrecke und konnte so geschickt einem Sturz aus dem Weg gehen“, erklärte Leumann. Sie kämpfte sich so bis in die Top 30, doch dann zollte sie etwas dem hohen Tempo und musste nach 4 Runden nochmals einige Plätze hergeben. „Das ärgerte mich ziemlich. Ich wollte weiter nach vorne Fahren, doch es ging zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr“, sagte Leumann. Zum Schluss kämpfte sie nochmals wie ein Löwe. Konnte in den Abfahrten immer wieder Zeit gut machen und jagte den berghoch, bis der Puls ans Limit kam. Auf der Zielgerade übersprintete sie noch eine Fahrerin und klassierte sich dann auf dem 34. Rang. „Tja, die Rangierung sieht nicht rosig aus. Ich kann mir aber Nichts vorwerfen, ich habe alles in meiner Macht stehende getan. Mehr geht momentan einfach nicht“, analysierte Leumann nach dem Rennen. Klar sei es enttäuschend wieder nur mit einem 34. Rang nach hause zu kommen und so wirklich erklären kann sich Leumann diese Leistung auch nicht. „Es sieht aus als wäre ich immer noch auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr obwohl ich mich im Training und im Rennen stärker fühle“, fügte Leumann nachdenklich hinzu.

Bereits nächsten Sonntag geht es mit dem Weltcup in La Bresse in den Vogesen weiter. Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht, Schritt für Schritt soll es weiter gehen bis die Erfolgserlebnisse wieder zurück kommen.

Bericht in der BaZ

Viel Spass beim Lesen...

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28. April 2016
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Marlene Sunshine Race in Nals (I) vom 10. April 2016

Knapp am Podest vorbei geschrammt. Katrin Leumann vom Team Goldwurst-Power / Sputnik verpasst um 10 Sekunden den 3. Rang und beendet das internationale Rennen in Nals auf dem 5. Schlussrang.

Nachdem die Streckenbesichtigung am Samstag noch bei Regentropfen und matschigem Untergrund stattfand, passte sich das Wetter im Burggrafenamt dann doch noch dem Namen Sunshine Race an und zeigte sich von seiner besten Seite.
Die Strecke trocknete schnell ab und liess den verhangenen Samstag sofort vergessen. Die Goldwurstpower Athletin kam mit guten Erinnerungen nach Nals zurück. „Ich mag die Strecke hier. Der lange Aufstieg und die technische Abfahrt taugen mir sehr gut und die Anfahrt zum Ziel durch all die blühenden Apfelbäume ist einfach wunderschön,“ erklärt Leumann. Auf die Frage, ob sie ihren Sieg vom 2014 wiederholen könne antwortete Leumann etwas zurückhaltend, dass sie wohl noch nicht in so guter Verfassung sei und sie noch ein paar Rennen brauche um ganz vorne mitfahren zu können.
Anwärterin auf den Sieg war ganz klar Gunn-Rita Dahle aus Norwegen. Sie übernahm nach der Startrunde dann auch das Zepter und führte das Feld in den langen Nachtigallen Anstieg, welcher sich in 12 Spitzkehren den Berg hoch windet. Katrin Leumann reihte sich an 3. Position ein und versuchte zu folgen. Leider konnte Leumann die Position nicht bis zum höchsten Punkt halten und musste sich beim letzten ganz steilen Anstieg noch von zwei Fahrerinnen überholen lassen. In der langen Abfahrt konnte Leumann zwar nochmals aufschliessen, musste aber die zwei italienischen Fahrerinnen im Aufstieg wieder ziehen lassen.
„Ich hatte ein gutes Gefühl, versuchte meinen Rhythmus zu fahren und hatte auch immer im Hinterkopf, dass wir doch 6 mal die 200 Höhenmeter zu erklimmen hatten“, sagte Leumann, „bei diesem Gedanken wollte ich nicht bereits in den ersten Runden überziehen.“ Und diese Taktik zahlte sich aus. Zur Hälfte des Rennens sah es aus als wären die Positionen bezogen. Leumann lag auf dem 5. Rang und wollte diesen unbedingt ins Ziel bringen. Doch bereits in der zweitletzten Runde bemerkte Leumann, dass die slowenische Fahrerin Tanja Zakelj, ihrerseits auch schon Gesamtweltcupsiegerin, mächtig Druck machte und von hinten aufzuschliessen drohte. Gehetzt von hinten kämpfte sich Leumann noch das letzte mal die Serpetinen hoch, konnte aber nicht verhindern, dass sie von Zakelj eingeholt wurde. Durch das hohe Tempo im letzten Anstieg war es Leumann aber auch möglich die Lücke nach vorne zu verkleinern und so gelang es ihr noch vor der letzten Abfahrt den 5. Rang zurück zu ergattern. In der Abfahrt machte sie nochmals ein paar Sekunden gut, konnte aber die Lücke nicht ganz schliessen. „Schade, dass es nicht aufs Podest gereicht hat. Ich konnte das Überziehpotential noch nicht ganz ausschöpfen, bin aber mit dem Gefühl und dem Resultat zufrieden,“ sagte Leumann nach dem Rennen.
Das Rennen wurde mit deutlichem Vorsprung von Gunn-Rita Dahle gewonnen vor Elisabeth Osl und Tanja Zakelj.

Resultate

Swiss Bike Cup in Rivera vom 3. April 2016

3. April 2016

Nun fiel der Startschuss in die neue Rennsaison auch auf Schweizer Boden. Das Rennen in Rivera gehört das ersten Mal zum Swiss Bike Cup und übernimmt mit der Strecke auf dem Monte Ceneri auch gleich die technisch anspruchsvollste Runde im Schweizer Zirkus.

Katrin Leumann vom Goldwurst-Power / Sputnik Team kommt dies natürlich entgegen. „Die technischen Abschnitte gefallen mir sehr gut. Für meinen Geschmack dürften es aber auch ein paar längere Aufstiege sein“, bemerkte Leumann nach der Besichtigung. Die Strecke rund um die Militärbasis auf dem Ceneri verlangt dem Athleten alles ab. Das stetige Auf und Ab sowie die vielen anspruchsvollen Abschnitten lassen es kaum zu, sich dazwischen zu erholen. Man muss immer fokussiert und konzentriert bleiben, was bei einem so hohen Puls eine grosse Herausforderung sein kann.

Irgendwo in der dritten Startreihe befand sich das Goldwurst-Power Trikot. Durch den Ausfall im letzten Jahr fiel Leumann in der Weltrangliste weit zurück. Dank den guten Rennen in Spanien konnte sie sich vom 104. Rang immerhin auf den 63. Rang verbessern, was ihr die dritte Startreihe einbrachte.
„Wenn man nicht ganz vorne starten kann ist es normal, dass es ein paar Bremser gibt und man manchmal etwas schneller könnte, aber nicht nach vorne gelangt, daher bin ich mit meinem Start zufrieden. Ich konnte mich nach der ersten Abfahrt in den hinteren Top 10 Rängen einreihen“, kommentiert Leumann die Startphase.
In der dritten Runde erlitt Leumann einen kleinen Einbruch, der sich dann auch gleich doppelt negativ auswirkte. Bei einer steilen Felsabfahrt mit zwei hohen Absätzen verlor sie das Gleichgewicht und stürzte dann schliesslich über den Lenker auf den Rücken. Nach einer kurzen Sammlung und dem kontrollieren, ob das Bike noch ganz ist, schwang sich Leumann wieder aufs Bike und setzte das Rennen fort. Leider flog sie durch den Sturz auch aus den Top 10 . Auf den verbleibenden zwei Runden gelang es ihr nicht mehr sich zurück zu kämpfen und so beendete sie das Rennen nach 1 Stunde 30 auf dem 13. Rang. „Ich habe mir insgeheim schon etwas mehr erhofft. Ich fühlte mich in den Trainings gut und wollte dies im Rennen umsetzen. Bei den Aufstiegen drehten die Beine schon ganz gut, bei den Zwischenstücken muss ich noch mehr Druck aufs Pedal bekommen. Das erste Rennen ist immer eine Standortbestimmung, jetzt geht es darum sich weiter zu entwickeln. Wie jedes Jahr brauche ich ein paar Rennen um so richtig in Schwung zu kommen“, erklärt Leumann kaum beunruhigt.

Jolanda Neff, die Nummer 1 der Welt, gewann das Rennen souverän vor der jungen und aufstrebenden Sina Frei und der Britin Evie Richards.

Weitere Infos und Resultate

©Küstenbrück

Open de Espana in Chelva (Spanien) vom 6. März 2016

7. März 2016

Erneuter Sieg für Katrin Leumann vom Goldwurst-Power / Sputnik Team.

Die Saison könnte für Katrin Leumann nicht besser beginnen. Erneut konnte die Goldwurstpower Fahrerin die Ziellinie als Erste passieren und gewann das internationale C1 Rennen im spanischen Chelva.
Dieses Mal war Leumann ohne Partnerin unterwegs und wieder auf ihrer gewohnten Renndauer. Das Rennen wurde in der olympischen Disziplin Cross Country ausgetragen und wurde von einigen internationalen Fahrerinnen als ersten Testlauf genutzt.
Nach dem Andalucia Bike Race verbrachte Leumann eine Trainingswoche in der Nähe von Valencia und bestritt als Abschluss das Rennen, welches im Hinterland von der Küstenstadt ausgetragen wurde.
„Ich war etwas unsicher, ob ich mich auch schon genug erholt hatte vom Etappenrennen. Die kurzen Sprints beim Aufwärmen fühlten sich ziemlich hart und ungewohnt an doch ich liess mich nicht beirren und wollte einfach mein Rennen fahren“, sagte Leumann.
Und dies tat sie dann auch in ziemlich selbstsicherer Manier. Kurz nach dem Start setzte sich Leumann an die Spitze des Feldes und konnte sich in der ersten technischen Abfahrt sogleich etwas absetzen. „Es windete sehr stark und ich war mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist bereits die erste Runde alleine im Wind zu fahren, aber warten fühlte sich auch falsch an“, meinte Leumann, „und so bin ich einfach meinen Rhythmus weitergefahren.“ Diesem Rhythmus konnte keine der Konkurrentinnen folgen und so kam Leumann bereits mit 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolgerin Gorycka aus Polen von der ersten von vier Runden zurück.
Mit konstanten Rundenzeiten gelang es Leumann das Rennen optimal einzuteilen. Ihre Befürchtungen, dass die eine oder andere Athletin im Verlauf des Rennens den Anschluss wieder herstellen könnte erwiesen sich als unbegründet und so gelang es Leumann bereits eine Woche nach ihrem letzten Erfolg wieder einen Sieg nach hause zu bringen. „Dieses Rennen war sicher stärker besetzt als das Etappenrennen. Nachdem ich die Startliste studiert habe nahm ich mir zwar einen Podestplatz vor, dass es aber gleich zu einem Sieg reichen könnte, hätte ich nicht gedacht“, sagte eine von Emotionen überwältigte Leumann, „es fühlt sich unrealistisch an, dass ich genau vor einem Jahr aus dem Spital entlassen wurde, noch unfähig alleine den Alltag zu bewältigen und nun bereits wieder Rennen gewinnen kann. Ich denke es ist vor allem die Erleichterung, dass es wieder geht, was mich so glücklich macht.“ Mit knapp 2 Minuten Rückstand wurde die Polin Gorycka zweite vor der Italienerin Teocchi und der Russin Kalentyeva.

Andalucia Bike Race vom 21. – 26. Februar 2016

28. Februar 2016

Als Saisonvorbereitung reiste Katrin Leumann vom Goldwurst-Power / Sputnik Team nach Spanien und bestritt mit ihrer Partnerin Sally Bigham aus England das Etappen Rennen Andalucia Bike Race. Über 6 Tag und 6 Etappen führte das Rennen die Athleten über Stock und Stein von Jaen nach Cordoba.
Katrin Leumann eher unerfahren in Etappenrennen mit so langer Renndauer traf mit Sally Bigham auf eine Spezialistin. „Ich konnte sehr viel von ihren Erfahrungen profitieren. Bei einem Etappenrennen geht es nur um Rennen fahren, Essen und Erholen, für anderes ist keine Zeit“, sagt Leumann mit einem Lächeln auf den Lippen. Doch für ein Lächeln reichte Leumann die Energie ab und zu nicht mehr!
Die erste Etappe wurde in einem Zeitfahrmodus gestartet. Als bestes Team eingestuft starteten Leumann/Bigham als letzte ins Rennen über die 50km. Nach eher flachen ersten 10km ging es in den ersten Berg. Gleich 500 Höhenmeter am Stück waren zu bewältigen und es stellte sich heraus, dass das Team Leumann/Bigham schnell unterwegs war. Sie konnten bereits einige vor ihnen gestarteten Teams einholen. Nach 35km und dem zweiten langen Anstieg übernahmen sie die Spitze und fuhren einen Vorsprung von rund 10 Minuten auf das zweit platzierte Team heraus.
Die zweite Etappe war von den Höhenmetern her schon so etwas wie die Königsetappe. Auf 76km verteilt sammelten die Athleten ganze 2650 Höhenmeter! „Ich war überrascht, dass meine Beine am zweiten Tag noch so gut drehten. Wir konnten eine gute Pace fahren und fast bis zum Schluss durchziehen“, kommentierte Leumann. Mit einem grossen Vorsprung konnten sie auch diese Etappe gewinnen.
Der Vorsprung nach zwei Etappen war schon verführerisch gross, die nächsten Tage etwas lockere anzugehen, doch für Sally Bigham war es ein wichtiges Vorbereitungsrennen für das legendäre Cape Epic in Südafrika und so war auch für Leumann nichts mit ausruhen. „Ab der dritten Etappe fing das Leiden an. Ich bin mir solche Umfänge nicht gewohnt und dann noch in Renntempo und über 6 Tage. Das ist schon hart“, erklärte Leumann, „die Siegerzeiten waren von 2:18 Stunden bis zu 4:38 Stunden. Da erholen sich meine Beine über Nacht nicht mehr!“
Leumann/Bigham harmonierten aber gut. Leumann konnte in den Aufstiegen das Tempo bestimmen, Bigham opferte sich in den flachen Passagen die Führungsarbeit zu verrichten und in den Abfahrten übernahm Leumann als technisch versiertere Fahrerin den Lead. Auch als in der 4. Etappe in der letzten Abfahrt ein Raddefekt behoben werden musste funktionierte das Teamwork perfekt. Neben einem platten Vorderrad von Bigham mussten auch gleich noch zwei gebrochene Speichen entfernt werden. Der zuvor herausgefahrene Vorsprung reichte aber zum Glück um erneut als Sieger ins Ziel zu kommen. „Bei einem Etappenrennen kann immer etwas passieren und man muss auf jegliche Defekte vorbereitet sein. Da kann auch ein grosser Vorsprung plötzlich ganz schnell wegschmelzen“, meinte Sally Bigham, „zum Glück konnten wir den Defekt beheben und noch sicher ins Ziel hinunter rollen.“
In den letzten zwei Etappen war Leumann dann auf die starken Beine von Bigham angewiesen. Leumann verlor bereits in den ersten flachen 10km den Anschluss, Bigham musste warten und zog Leumann dann gleich noch den berghoch bis der Anschluss zum führenden Team wieder hergestellt war. Trotz einer sichtlich angeschlagenen Katrin Leumann lag es aber weiterhin drin auch die letzten zwei Etappen zu gewinnen. Auch an der Konkurrenz gehen die langen Renntage nicht spurlos vorbei und ab einem gewissen Punkt wird es für alle ein Krampf!
„Die Konkurrenz war sicher nicht ganz so stark wie wir und daher kämpfte ich vor allem gegen mich“, meinte Leumann.
Der Saisonstart ist Leumann somit geglückt! Eine harte Woche geht zu ende und soll als guter Trainingsblock für die kommenden kürzeren Rennen genützt werden.
„Ich bin schon richtig erschöpft und wusste im Ziel gar nicht welchen Emotionen ich jetzt Platz geben soll“, sagte eine gezeichnete Katrin Leumann, „aber es war eine super Erfahrung und mit ein paar Stunden Abstand kann ich auch wieder lachen!“

Resultate

Trainingslager in Stellenbosch (SA)

31. Januar 2016

Seit über einer Woche weile ich nun ganz im Süden von Afrika. In der Nähe von Kapstadt wohne ich für drei Wochen in Stellenbosch, eine Studentenstadt, die auch bei Weinliebhabern und Sportlern bekannt ist.
Es ist nun tatsächlich schon zehn Jahre her, als ich das erste Mal das wunderschöne Gebiet rund um all die Weinreben entdecken durfte. Es hat sich Einiges getan, doch Vieles ist auch noch gleich, wie meine Freude hier trainieren zu können.
Dieses Jahr wohne ich in der Stellenbosch Sports Academy und treffe auf verschiedene Athleten, die ebenfalls hier unten ein Trainingslager absolvieren oder sogar fest ihre Base aufgebaut haben. Der Wohnkomplex ist sehr modern und beinhaltet neben einer Mensa auch ein eigenes Fitnessstudio mit Physiotherapie sowie ein grosser Pool, in den man nach dem Training bei über 30 Grad ohne zu zögern hineinspringt.
Nach ein paar Tagen Akklimatisation an die Hitze habe ich nun den ersten richtigen Trainingsblock hinter mir. Als Abschluss davon fuhr ich gestern noch das Marathon Rennen auf der Meerendal Weinfarm, welche ca. 40km von Stellenbosch entfernt ist.
Da die Vorbelastung zu gross war um konkurrenzfähig Rennen zu fahren war mein Ziel neue Trails und ein neues Bikegebiet kennenzulernen sowie ein gutes, langes Training zu absolvieren. Ich ging das Rennen verhalten an und wollte am ersten Aufstieg nicht schon zu hart forcieren. Ein fataler, taktischer Fehler wie sich herausstellte. Nach wahrscheinlich nicht mal 15 Minuten hatten wir den ersten „Berg“ hinter uns und danach war das Rennen bis zu Kilometer 35 mehrheitlich flach und ich alleine unterwegs! Obwohl ich die Spitzengruppe immer wieder vor mir sehen konnte, schaffte ich den Anschluss nicht mehr und als dann auch noch Wind aufkam verlor ich etwas die Moral. Und die Trails liessen leider auch auf sich warten.
Als dann die Trails endlich kamen, ca. 10km vor dem Ziel, war ich so kaputt, dass ich auch keine Trails mehr gebraucht hätte ☺
Auf den 70km musste ich mal wieder feststellen, dass Marathon schon nicht so mein Ding ist, trotzdem war es eine gute Erfahrung und vor allem ein gutes Training! Übrigens ich beendete das Rennen dann noch auf dem 7. Rang.
Nach dem heutigen Ruhetag steht dann auch schon die zweite Trainingswoche an. Nach einem kurzen Blick über das Programm muss ich sagen, dass mir sicher nicht langweilig wird...

Bericht im Vogel Gryff

31. Januar 2016

Wenn ihr mehr über meinen Weg zurück und über meine Ziele erfahren wollt…
Viel Spass beim Lesen!
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Keine Radquer SM für Leumann

9. Januar 2016

Katrin Leumann vom Goldwurst-Power / Sputnik Team muss schweren Herzens auf die Radquer SM von morgen Sonntag verzichten.
Beim Massensturz am Radquer in Pfaffnau zog sie sich am linken Daumen eine Bänder- und Kapselverletzung zu, die ihr immer noch zu schaffen macht. "Ich kann zwar trainieren, aber im Moment nur auf der Strasse. Die Schläge im Gelände sind noch so schmerzhaft, dass ich den Lenker nicht richtig halten kann und darum kann ich leider auch nicht an der SM starten", sagt Leumann zur Situation.
Die Erleichterung, dass kein Bruch vorhanden ist war gross, doch dass Leumann diese Verletzung auch noch einige Wochen spüren wird haben ihr die Ärzte zwar prognostiziert aber die Hoffnung blieb, dass es bis zur SM reichen könnte. Der heutige Test auf einer Rennstrecke zeigte jedoch, dass ein Start morgen keinen Sinn macht und das Risiko von einer Verschlimmerung viel zu gross ist.
Ihr Ausflug in die Radquerszene war mit zwei Rennen sehr kurz aber mit einem 5. Rang in Eschenbach und einem 3. Rang in Pfaffnau durchaus erfolgreich.
In weniger als 8 Wochen greift Leumann dann wieder in das Renngeschehen auf dem Mountainbike ein und lanciert damit die Saison 2016 so richtig.
© katrinleumann.ch, 2008-05-25 22:33
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